Herstellerangaben zufolge kommt das schnellste vertikal öffnende Tor auf der Welt von Efaflex. Dabei seien Öffnungsgeschwindigkeiten von bis zu 4 m/s möglich – was beispielsweise bei Feuerwehreinsätzen Leben retten kann.
Efaflex ist weltweiter Marktführer bei der Herstellung von industriellen Schnelllauftoren, die sich durch hohe Laufgeschwindigkeit und Belastungsfähigkeit auszeichnen sollen. Als Basis dieses Erfolgs gelten Forschung und Entwicklung, Innovationskraft sowie kreative Ingenieurskunst.
Das vielseitige Produktkonzept des Mittelständlers stellt insbesondere die IT vor geschäftskritische Herausforderungen: Jedes denkbare Tor kann aus diversen Materialien, Komponenten und Größen zusammengestellt werden. Dabei können die Außendienstmitarbeiter jede Möglichkeit in einen Konfigurator eingeben, wobei bis zu 1.000 Teile zum Einsatz kommen. In einer komplexen SAP-Landschaft werden dabei von der Produktkonfiguration über den Auftragseingang und die Warenwirtschaft bis zur Produktion sowie Logistik sämtliche geschäftskritischen Prozesse abgebildet.
Eine achtköpfige IT-Abteilung kümmert sich neben der Prozessoptimierung intensiv um die IT-Infrastruktur im SAP-Umfeld: Ausfallsicherheit und Performance sind die höchsten Gebote. Nicht mit der Performance mithalten konnte ein in die Jahre gekommenes Speichersystem, das sich trotz Fibre-Channel-Anbindung zum Flaschenhals entwickelt hatte.
Karl Weinberger, IT-Leiter bei Efaflex, erklärt: „Die Komplexität unseres SAP-Systems stellt die Grundlage unseres Erfolgs dar. Gleichzeitig ist dieses jedoch enorm speicher- und ressourcenhungrig. Da reine Solid-State-Disk-Lösungen (SSD) für einen Mittelständler wie uns betriebswirtschaftlich nicht darstellbar sind, haben wir mit unseren IT-Beratern von Assistra das Hybrid-System Hyper ISE von X-IO unter die Lupe genommen.“
Die Hybrid-Lösung soll eine hohe Performance zu einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis generieren, da SSD und Hard Disk Drive (HDD) in einer Appliance zusammenführt werden. Dabei analysiert die Software „Continuous Adaptive Data Placement (CADP)“ die IO-Anforderungen und verschiebt Daten automatisch in die passende Speicherebene. Für Weinberger waren dabei nicht die theoretisch möglichen 300.000 IOPS relevant, sondern ausschließlich der real ankommende Output. Rund 400 Nutzer greifen auf die SAP-Konfiguration zu und rufen dabei recht häufig dieselben Transaktionen auf. Dadurch kam es zu Kollisionen und manchmal langen Antwortzeiten.
Mit den externen Beratern vereinbarte Karl Weinberger zunächst als Zielsetzung eine Performance-Optimierung von 200 Prozent. In einer Testumgebung wurden anschließend intensive Testläufe am Frontend der SAP-Umgebung durchgeführt. Am Speichersystem X-IO Hyper ISE wurden bis zu 265.000 IOPS auf der SAP-Umgebung gemessen, was einem Performancegewinn am Frontend von 250 Prozent entsprach. Dabei erwies sich bei Messungen der Systemverbindungen der Speicher schneller als andere Infrastrukturkomponenten. Aufgrund dieser Ergebnisse war der Mittelständler von der Lösung überzeugt. „Unser externer Berater hat uns dabei versichert, dass wir diesen Schritt unbedenklich machen können“, bemerkt Weinberger. Anschließend bereiteten die Berater und das IT-Team die Implementierung vor Ort akribisch vor. Da am Wochenende wenig Geschäftstätigkeit vorliegt, wählte man einen Samstag für die Installation und Migration mit kurzer Downtime aus. Installiert wurden das X-IO-Modell ISE 720 mit 14,4 TB Bruttokapazität sowie 1,6 GB SSD-Flashspeicher. Das vorherige Speichersystem wurde als Redundanzsystem eingerichtet. „Die Inbetriebnahme verlief reibungslos und war innerhalb einiger Stunden abgeschlossen“, erinnert sich Weinberger.
Im Vergleich zur reinen SSD-Lösung sprach für eine Hybrid-Lösung, dass man bezüglich der Haltbarkeit der Solid State Disks zunächst Erfahrungswerte und Weiterentwicklungen abwarten kann. Auf diese Weise konnte Efaflex Investitionen im sechsstelligen Bereich vermeiden. Insgesamt sei man mit der Appliance-Lösung sehr zufrieden, da man als Mittelständler, so Weinberger, angesichts vielfältiger Aufgaben zu wenig Zeit und Expertise besitze, um an den essentiellen Speichersystemen für den SAP-Betrieb zu experimentieren.
„Letztlich war für uns wichtig, dass mehr Performance am SAP-Frontend ankommt. Dank der neuen HybridLösung konnten wir diese hier mehr als verdoppeln“, sagt Weinberger. „Das Aufrufen bestimmter Stücklisten konnte früher bis zu zweieinhalb Minuten dauern, jetzt liegen wir etwa bei 30 Sekunden.“ Angesichts der Kostenersparnis im Vergleich zur reinen SSD-Lösung soll dieser Wert durch weitere Aktualisierungen im Netzwerk- und Serverbereich nun weiter verbessert werden.
Die Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG
Bildquelle: © Efaflex