IT-Outsourcing in Pironet-Cloud

Baustoffhändler vertrauen auf Business Cloud

Der Baustofffachhändler Faßbender Tenten hat gemeinsam mit P. W. Hieronimi und dem Bauzentrum Friedrich Mies einen großen Teil seiner IT – etwa Windows-Arbeitsplätze oder das Warenwirtschaftssystem – in eine Business Cloud ausgelagert.

Ressourcen gemeinsam nutzen, um Kosten zu senken – mit diesem Ziel gründeten die drei Baustofffachhändler 2005 eine strategische Allianz. Als „Bauspargruppe“ stemmen sie Aufgaben wie Einkauf, Marketing und IT seitdem gemeinsam. Rund 450 Mitarbeiter an 20 Standorten nutzen für ihre geschäftskritischen Abläufe ein Warenwirtschaftssystem auf Basis von Microsoft Dynamics NAV. Dazu kommen ein Dokumenten-Management-System (DMS) sowie die Büroanwendungen Office und Exchange.

Doch ganz rund war die Sache noch nicht. Denn der Betrieb der Systeme war den Rheinländern zu kosten- und zeitaufwendig. Das galt insbesondere für die Hard- und Softwarebetreuung sowie das Monitoring der Anwendungen. Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Fachhändler, einen Schritt weiter zu gehen und sowohl das Warenwirtschaftssystem als auch die Büroanwendungen in die Cloud auszulagern. Ziel war es, die dadurch frei werdenden Kapazitäten zur Weiterentwicklung der Informationstechnik zu nutzen. Zudem erhofften sich die Mittelständler durch den Schritt in die Cloud eine höhere Verfügbarkeit ihrer Systeme.

Die Rechnung ging auf. Heute bezieht ein großer Teil der Mitarbeiter seine Windows-Arbeitsplätze aus der deutschen Business Cloud von Pironet NDH. Erhält beispielsweise ein neuer Kollege im Warenlager seinen IT-Zugang, werden via Self-serviceportal die Module E-Mail und Warenwirtschaft für ihn bestellt und sofort freigeschaltet. Wechselt er später in eine andere Abteilung, lassen sich problemlos neue Funktionalitäten hinzubuchen und andere abschalten. Die Abrechnung erfolgt dabei immer pro Monat und Nutzer. „Durch die Desktops aus der Cloud können wir heute flexibler auf personelle Veränderungen reagieren“, erklärt Thomas Richter, Geschäftsführer bei Faßbender Tenten. „Das spart nicht nur Zeit, sondern macht sich auch bei den IT-Kosten bemerkbar.“ Flexibilität bringt die Cloud-Lösung auch für den Vertrieb: Die Außendienstler können heute via Smartphone oder iPad auch von unterwegs aus auf ihre Anwendungen zugreifen.

Warenwirtschaftssystem auch in die Cloud verlagert


Zusätzlich zu den virtuellen Desktops hat die Bauspargruppe auch ihr Warenwirtschaftssystem Dynamics NAV in die Cloud verlagert. Heute kommt die Enterprise-Resource-Planning-Anwendung (ERP) als DaaS-Lösung auf Citrix-Basis aus dem Hamburger Rechenzentrum des Dienstleisters. Die entsprechenden Infrastrukturressourcen wie Rechenleistung und Speicherplatz beziehen die Baustofffachhändler ebenfalls flexibel aus der Wolke. „Da wir uns heute kaum noch um Netzwerk oder Hardware kümmern müssen, können sich unsere IT-Mitarbeiter intensiver mit den einzelnen Anwendungen und deren Nutzern beschäftigen“, so Richter.

Um die Leistungsfähigkeit des ERP-Systems zu steigern, wurde außerdem die werksseitig enthaltene C/ SIDE-Datenbank durch einen leistungsstärkeren SQL-Datenbankserver ersetzt. „Die neue SQL-Lösung ist ein Fortschritt. Tabellensperren, die in unserer bisherigen Datenbank des öfteren aufgetreten sind, kommen nun praktisch nicht mehr vor“, freut sich Klaus Müller, der bei Hieronimi den Bereich Controlling/EDV-Organisation verantwortet.

IT-Sicherheit war Kriterium


Bei der Entscheidung, die IT in die Cloud zu verlagern, spielte aber auch das Thema Sicherheit eine entscheidende Rolle. Dazu Richter: „Schließlich laufen ja alle geschäftskritischen Prozesse wie Einkauf, Lager oder Finanzbuchhaltung über das zentrale ERP-System. Ein Ausfall dieses Systems könnte daher fatale Folgen für die Unternehmen der Gruppe haben.“ Nicht zuletzt deshalb fiel die Wahl auf Pironet: Der Cloud-Anbieter betreibt seine Rechenzentren ausschließlich in Deutschland und ist nach der IT-Sicherheitsnorm ISO 27001 zertifiziert. „Ein solches Sicherheitsniveau könnten wir als Verbund mittelständischer Unternehmen mit eigenen Mitteln und eigenem Personal nicht erreichen“, erklärt Dieter Müller, Geschäftsführer bei Friedrich Mies.

Dennoch: Eine Störung lässt sich trotz aller Sicherheitsvorkehrungen niemals ganz ausschließen. Aus diesem Grund fährt der Cloud-Provider zweigleisig und betreibt in einem zweiten, geografisch getrennten Rechenzentrum eine vollständige Kopie der IT-Landschaft. „Sollte es trotz aller Sicherheitsvorkehrungen doch einmal zu einer größeren Störung kommen, wird sofort auf das Ersatzsystem umgestellt“, erklärt Richter. 



Faßbender Tenten GmbH & Co. KG

  • Branche: Baustoffhandel
  • Gründung: 1931
  • Hauptsitz: Alfter
  • Umsatz: 87 Mio. Euro (2012)
  • Mitarbeiterzahl: 220
  • www.bauspar-shop.de

www.pironet-ndh.com


Bildquelle: © Thinkstock/iStockphoto

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