Expansion

Bereit für den Holzhandel der Zukunft

Die Hilger Holz GmbH hat sich vom klassischen Sägewerk zum modernen Holzhandel entwickelt. Um die steigenden Markt- und Kundenanforderungen zu erfüllen, baut das Unternehmen in der Eifel eine der fortschrittlichsten Industriehallen in Deutschland.

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    Kaum wurde der neue Firmensitz eingeweiht, folgt der Spatenstich für die nächsten Bauarbeiten: Auf einem Erweiterungsgrundstück kommen drei Hallen mit einer Fläche von ca. 9.300 Quadratmetern hinzu.

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    Erst jüngst wurde der neue Firmensitz von Hilger Holz eingeweiht und schon folgt der Spatenstich für die nächsten Erweiterungsbauarbeiten.

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    Martin Hilger: „Die Kommissionierung wurde bisher von mehreren Staplern durchgeführt, nun ist nur noch eine Maschine im Einsatz.“

Bauen mit Holz ist im Trend. Der Vorteil gegenüber anderen Baumaterialien: Holz ist leicht zu bearbeiten, stabil, nachwachsend und umweltfreundlich. Schätzungen zufolge können durch den Einsatz des Naturrohstoffs jährlich rund 80 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Für Bewohner von Holzhäusern verbessern sich zudem Wohnklima und Lebensqualität. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Holz – der Rohstoff wird auf dem Weltmarkt immer knapper und teurer. Das erlebt auch Martin Hilger. Er leitet in dritter Generation die Hilger Holz GmbH, einen Holzgroßhändler aus Kall in der Eifel. Wo 1948 ein Schuppen mit Kreissäge stand, befindet sich heute eine 50.000 Quadratmeter große Lager- und Ausstellungsfläche. Gewerbe- und Privatkunden finden hier alles rund um die Themen „Holz“ und „Holzbau“ – von Böden und Türen über Paneele bis hin zu Holz für den Garten. An einem normalen Tag liefert das Unternehmen rund 300 Kubikmeter Holz aus – die Tendenz ist steigend. „Unsere Kunden wünschen sich ein breites Sortiment und eine kurzfristige Lieferung großer Holzmengen“, sagt Hilger. „Angesichts längerer Lieferzeiten seitens der Produzenten ist das durchaus eine Herausforderung.“

Hallenbau soll Position am Markt stärken

Um die Anforderungen zu erfüllen, expandiert das Familienunternehmen bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit. Kaum wurde der neue Firmensitz eingeweiht, folgt nun der Spatenstich für die nächsten Bauarbeiten: Auf einem Erweiterungsgrundstück kommen drei Hallen mit einer Gesamtgröße von ca. 9.300 Quadratmetern hinzu. In zwei Hallen wird ein vollautomatisches Lager entstehen, die dritte Halle mit 2.000 Quadratmetern dient ausschließlich zur Beladung der Lkw. In den Bereichen „Konstruktionsvollholz“ und „Brettschichtholz“ ist Hilger Holz bereits der größte Anbieter in der Region. Die Kunden kommen mittlerweile auch aus dem angrenzenden Ausland. Vom Gartenhaus über Kindergärten und Schulen bis hin zu Industriehallen wird das Material in den verschiedensten Projekten eingesetzt. Mit dem Neubau der Hallen möchte das Unternehmen seine Position am Markt stärken und die Produktpalette kontinuierlich erweitern. „Unser Unternehmen hat sich seit der Gründung enorm weiterentwickelt: erst die Trennung vom Sägewerk und der Wandel hin zum Kerngeschäft, dem Holzgroßhandel, dann die Entscheidung für den neuen Standort“, erzählt Hilger. „Die Investition in ein voll automatisiertes Flächenlager übersteigt alle bis dato gegangenen Veränderungsschritte.“

Groß, voll automatisiert, nachhaltig

Das Besondere an den neuen Hallen ist nicht nur die Größe, sondern auch die Ausstattung. Diese kommt im Bereich „Software“ von dem auf die Holzindustrie spezialisierten Anbieter Timbertec. Das von der Industrie bezogene Holz wird in Zukunft vollautomatisch entstapelt, visuell auf Qualität kontrolliert und maschinell dem Flächenlager zugefügt. Anschließend wird es nach individuellem Kundenwunsch zusammengestellt, paketiert und automatisch gegen Schmutz und Witterung einfoliert. Im Ergebnis geht die Arbeit einfacher und schneller vonstatten. Selbst große Mengen Holz können zügig verarbeitet und bundesweit zur Verfügung gestellt werden – bei Abnahme kompletter Lkw-Ladungen binnen 48 Stunden. Zudem werden Fehlerquellen reduziert. Wird der Auftrag durch den Mitarbeiter vollständig erfasst, arbeitet das Lagersystem im Anschluss ebenfalls einwandfrei – der Kunde erhält immer die richtige Lieferung.

Auch die Weiterverarbeitung durch den Kunden wird verbessert. Das Unternehmen versieht auf Wunsch jeden Holzbalken mit einer Bauteilnummer in Form eines Barcodes – das erleichtert die Zuordnung. Gleichzeitig erhöht sich durch die Digitalisierung die Qualität. Denn die Maschinen arbeiten millimetergenau und bewegen das Material schonender. Die Kunden erhalten so in kurzer Zeit ein hochwertiges, verschnittoptimiertes Produkt, das genau ihren Ansprüchen entspricht. Damit wird die Kommissionieranlage eine der modernsten ihrer Art – in Deutschland gibt es sie so nur vier Mal.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Ein weiterer Aspekt: Sowohl die Halle, die vollständig in Holzbauweise errichtet wird, als auch die Anlage sind sehr nachhaltig. „Die Kommissionierung wurde bisher von mehreren Staplern durchgeführt, nun ist nur noch eine Maschine im Einsatz. Durch die Vollautomatisierung stoßen wir künftig ca. 80 Prozent weniger CO2 aus“, sagt Martin Hilger. Trotz der umfassenden Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung gehen keine Arbeitsplätze verloren. Vielmehr werden die bestehenden Mitarbeiter körperlich entlastet und das Team von 16 Angestellten, einem Auszubildenden und zehn Aushilfen weiter ausgebaut. Damit bleibt Hilger Holz nicht nur seinem Anspruch „Höchste Qualität zu fairen Preisen“ treu – mit der Expansion möchte das Unternehmen seinen Holzhandel auf ein neues Level bringen.

Hilger Holz GmbH

Branche: Holzhandel
Gründung: 1948
Hauptsitz: Kall/Eifel
Mitarbeiter: 20

Kurz und knapp

Martin Hilger
Ausbildung und Werdegang: Technischer Kaufmann der Fachrichtung „Holzwirtschaft“, seit 2004 Geschäftsführer der Hilger Holz GmbH und von Eifelparkett
Derzeitige Position: Geschäftsführung

In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) ...
... eine immer größere Rolle. Immer mehr Kunden sind vernetzt und greifen auf diese Technologien zurück. Daher wird dies in der Zukunft ein „Muss“ in der Handelsbranche sein.

In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert werden ...
... in zukunftsfähige Software, die nicht nur die Programme abwickelt, sondern auch die Hardware steuern kann.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt würde ich sofort ...
... in eine entsprechende Technologie wie die Software der Timbertec AG investieren, da diese auch Lösungen für die Steuerung von Anlagen mitentwickelt.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass ...
... diese Komplettlösungen anbieten und daraus resultierend nur ein Ansprechpartner zuständig ist. Dadurch wird Zeit gespart und die entstehenden Lösungen werden auf die Firmen zugeschnitten.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass ...
... dieser kurzfristig auf Kundenwünsche reagiert und bei eventuell auftretenden Problemen sofort jemand verfügbar ist. Hier ist ein personalisierter Support die beste Variante. Natürlich müssen diese Dienstleistungen vor Vertragsabschluss geregelt sein. Ansonsten können hier hohe Kosten entstehen, die im Vorfeld nicht berücksichtigt wurden.

Bildquelle: Hilger Holz GmbH

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