SaaS

Besorgniserregendes Cloud-Datenrisiko

Laut einer Forrester-Analyse stieg in nahezu allen Unternehmen in den letzten zwei Jahren der Einsatz von SaaS-Tools, bei 60 Prozent der Unternehmen sogar signifikant. Doch mit der Cloud steigen auch die Risiken.

Cyberkrimineller

Cyberkriminellen ist es letztlich egal, wo die wertvollen Daten gespeichert sind.

Einer aktuellen Untersuchung von Varonis Systems zufolge sind in einem durchschnittlichen Unternehmen 157.000 sensitive Datensätze durch Software-as-a-Service-Freigabefunktionen (SaaS) für jeden im Internet zugänglich. Der neue SaaS-Datenrisiko-Report basiert auf der Analyse von fast zehn Milliarden Cloud-Objekten mit einem Datenvolumen von mehr als 15 Petabytes im Rahmen von Datenrisikobewertungen bei mehr als 700 Unternehmen weltweit und liefert dadurch ein realistisches Bild der gegenwärtigen Risikolage. Demnach sind zehn Prozent der Datensätze in der Cloud für alle Mitarbeiter zugänglich. Wird ein User-Konto etwa mittels Phishing kompromittiert, haben Cyberkriminelle so Zugriff auf alle diese Daten und können sie verschlüsseln oder entwenden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Deshalb benötigen Sicherheitsteams Technologien, die überwachen, wie Nutzer mit Daten interagieren, und nicht nur, wie sie darauf zugreifen. Sicherheitsverantwortliche müssen schnell identifizieren können, wenn ein Mitarbeitender sich auffällig verhält. Dabei ist es entscheidend, sowohl On-Premises- als auch SaaS-Lösungen einzubeziehen und miteinander in Beziehung zu setzen. Cyberkriminellen ist es letztlich egal, wo die wertvollen Daten gespeichert sind. Deshalb müssen sämtliche sensitiven Daten eines Unternehmens wirksam geschützt werden, ganz gleich, ob sich diese auf einem Unternehmensserver oder in der Cloud befinden.

Datensicherheitsstrategie vereinheitlichen

Aus diesem Grund sollte eine Sicherheitsstrategie die Daten ins Zentrum der Security-Maßnahmen stellen, da diese in aller Regel das wertvollste Unternehmens-Asset und somit das Ziel der meisten Angriffe sind. Folgende Punkte sind dabei entscheidend:

• Direkt auf die Daten ausgerichtete Kontrollen: Der Perimeter verliert durch die Cloud zunehmend an Bedeutung. Deshalb müssen Unternehmen ihre Daten von innen nach außen schützen.

• Automatisierte Identifizierung und Klassifizierung sensitiver Daten: Unternehmen müssen schnell erkennen, wo sich die Daten befinden und welche davon besonderen Schutz bedürfen. Aufgrund des Volumens und der Geschwindigkeit der Daten- und Inhaltserstellung kann dies nur mit Automatisierung gelingen.

• Aufeinander abgestimmte Datensicherheit und Governance: Sicherheitsverantwortliche müssen erkennen können, welche Daten wie von welchen Mitarbeitern verwendet werden, und einen übermäßigen Zugriff verhindern. Die Datenrisiken lassen sich zudem durch die Löschung bzw. Archivierung veralteter oder nicht mehr benötigter Daten reduzieren.

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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