Lindner Group plant Einstieg in die mobile Videokommunikation

Bildschirmtalk statt Reisestress

Geschäftsmodell und Organisationsstruktur des Spezialisten für Fassaden und Innenausbau Lindner sprechen für die Kommunikationsform Videokonferenz. Ein zügiger Ausbau und der geplante Einstieg in die mobile Video-kommunikation sollen die Vorteile der Technik weiter ausreizen.

Wer eines der Weltmeere auf einem Schiff der Aida-Kreuzfahrtflotte bereist, kommt, ohne dass er es weiß, mit Ingenieurs- und Handwerkskunst der Lindner Group in Berührung. Lindner, nach eigenen Angaben einer der europaweit führenden Spezialisten in den Bereichen Innenausbau, Fassadenbau und Isoliertechnik, besorgt seit Jahren den Innenausbau der Clubschiffflotte. Für das weltweite Geschäft gibt es eine Kommunikationsstrategie, die sehr stark auf einen standardisierten Videokonferenzbetrieb setzt. Sie resultierte nicht nur aus wirtschaftlichen Nutzerwartungen, die Unternehmen wie Lindner an virtuelle Meeting-technik haben, deren schwerpunktmäßig zentral angesiedeltes Entwicklungs- und Fertigungs-Know-how an dezentrale Lokationen kommuniziert werden muss. Auch der ökologische Vorteil hatte Gewicht.

Als vorrangigen Anschaffungsgrund nennt IT-Abteilungsleiter Thomas Schmidbauer allerdings die Entlastung der Mitarbeiter durch deutlich weniger Reisezeiten. Darüber definiert sich auch der wirtschaftliche Gewinn, dargestellt anhand von Faktoren wie Reisekostenersparnis und reduzierten Ausfallzeiten infolge Reisetätigkeit. Allein die 30- bis 50-prozentige Reisekosteneinsparung summiere sich angesichts der Zahl der bei Lindner üblichen Geschäftsreisen, die heutzutage in aller Herren Länder führen, zu einer hübschen Summe. In weniger als einem Jahr habe sich bislang jede Anlage bezahlt gemacht, so Thomas Schmidbauer.

Effiziente Geschäftsprozesse

Nicht zu vergessen die durch virtuelle Konferenzen machbare bessere Effizienz in den Geschäftsprozessen. Man könne sich bei Bedarf spontan zusammensetzen, ein Thema diskutieren, und sofort danach seien Meetingteilnehmer wieder für andere Dinge verfügbar. Videokonferenz werden mittlerweile querbeet genutzt – für Reporting, Regelmeetings, Management- und Vertriebskonferenzen, insbesondere auch für technische Konferenzen. Statt etwa zu einer Besprechung mit Projekt- und Baustellenleitern nach London zu reisen, sucht man heute einen von drei Konferenzräumen in Arnstorf auf. Dort stehen Anlagen vom Typ Polycom HDX 7000, mit denen die Nutzer aus Geschäftseinheiten wie z.B. Innenausbau, Fassade oder Isoliertechnik auch Konferenzen mit mehr als einer Gegenstelle durchführen können. Von den Teams der in der bayerischen Zentrale angesiedelten Geschäftsstelle werde die Videokonferenz intensiv genutzt, so der IT-Leiter. Ganz oben auf der Besprechungsagenda stehen dabei technische Abstimmungen, etwa ein Montageproblem auf einer Baustelle nach baulichen Änderungen, auf das nach entsprechender Abstimmung am Bildschirm durch einen neuen Komponentenzuschnitt in der Fertigung reagiert werden muss. Hierfür sei das von den Anlagen unterstützte Content Sharing, somit die Möglichkeit, Bildschirminhalte des PCs wie Detailpläne, Listen oder Grafiken gemeinsam anzuschauen, ein effektives Werkzeug.

Geliefert, installiert und in Betrieb genommen wurden die Anlagen vom Konferenz- und Medientechnikunternehmen Vidco Media Systems. Zudem habe man für das weltweite Ausrollen der Systeme einen Partner gesucht, der auch länderübergreifende Logistikprozesse beherrscht. Nach den positiven Erfahrungen, die der Konzern bislang mit der Videokonferenz machte, sollen weitere Anlagen angeschafft werden, allein im nächsten halben Jahr rund zehn. Zudem will man demnächst testweise das Thema „mobile Videokonferenz“ angehen. Fahren Bau- und Projektleiter bislang von den weltweiten Baustellen in die jeweiligen Lindner-Niederlassungen zur Videokonferenz, so soll dann ausprobiert werden, welche zusätzlichen Vorteile das Konferieren direkt von der Baustelle, per Smartphone oder Tablet-PC, bringt.

Lindner Group

Bildquelle: © Polycom

 

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