Ein Cloud-Anbieter mit Kunden auf der ganzen Welt schützt diese selten vor IT-Wildwuchs – anders verhält es sich mit einem Managed-Services-Partner.
Gründe, IT-Dienstleistungen an externe Partner zu vergeben, gibt es genug: Sie gleichen den Mangel an eigenem IT-Personal aus, stellen Hard- und Software flexibel bereit und entlasten so ihre Kunden von hohen Anschaffungs- und Betriebskosten. Außerdem gehört nicht nur der Betrieb von Rechnern und IT-Services zu ihren Kernkompetenzen, sondern auch das regelmäßige Updaten ihrer Software und die Abwehr von Cyberangriffen. Um diese Vorteile zu nutzen und ihre Digitalisierung voranzutreiben, haben in den vergangenen Jahren viele Unternehmen ihre IT-Prozesse ganz oder teilweise in die Cloud ausgelagert. Inzwischen allerdings entdeckt vor allem der Mittelstand sogenannte Managed Services, wie sie u.a. der Dienstleister Intares anbietet, als Alternative zu den weltweit agierenden Cloud-Anbietern.
Dafür gibt es gute Beweggründe: So sind bei den großen US-Anbietern geschäftskritische oder personenbezogene Daten keineswegs sicher vor dem Zugriff Dritter. Allein schon, weil sie im Zweifelsfall den US-Behörden Daten ihrer Kunden zugänglich machen müssen. Und: Chinesische Hacker waren im Sommer 2023 mit einem Cyberangriff auf Microsoft erfolgreich und wenig später drang der russische Geheimdienst in das Mail-System des Tech-Riesen ein. Ein weiterer Grund liegt darin, dass die Kosten-Nutzen-Rechnung für viele Anwender im Lauf der Jahre immer ungünstiger wird. Denn die Cloud bietet für praktisch jede nur denkbare Anwendung passende Microservices, die selbstverständlich mit Kosten belegt sind.
Das führt nicht selten dazu, dass mit der Zeit jede Menge Microservices in den Abrechnungen der Cloud-Anbieter auftauchen, die der Anwender bezahlt, aber längst nicht mehr nutzt. Verschärft wird das Problem, wenn häufig wechselndes IT-Personal und eine mangelhafte Dokumentation den Überblick erschweren. Dass ein Cloud-Anbieter, der Millionen von Kunden weltweit bedient, seine Kunden vor einem solchen Wildwuchs nicht schützt, liegt auf der Hand. Anders sieht das mit einem Managed-Services-Partner aus, der mit den speziellen Herausforderungen seiner mittelständischen Kunden vertraut ist und sie adäquat abbildet. In der Regel betreiben diese Unternehmen ihre Infrastruktur in Deutschland und richten ihre Services individuell am konkreten Bedarf ihrer Kunden aus. Damit bekommen und bezahlen diese nur Dienste, die ihnen tatsächlich nutzen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2024. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Zu den mittelständischen Anwendern, die seit vielen Jahren Managed Services nutzen, gehört TV Heide, seit mehr als 90 Jahren Finanzdienstleister für Tierärzte in Deutschland. Geschäftsführerin Susanne Hennig: „Wir sind sehr zufrieden mit unserem Partner.“ Wann immer ein IT-Problem auftauche, erreiche man einen fachlich kompetenten Mitarbeiter, der quasi aus dem Stand weiterhelfe, ergänzt Jan Carstens, Leiter IT bei TV Heide. „Und wenn wir eine Frage haben, kommt die Antwort in der Regel binnen ein bis zwei Stunden. So was erleben Sie bei einem der großen Dienstleister aus Übersee nicht.“ Ähnliches berichtet Dirk Delzeit, IT-Leiter bei Keimling Naturkost. Das Unternehmen beliefert über seinen Online-Shop rund 50.000 Endverbraucher und um die 1.100 Wiederverkäufer in über 15 Ländern und arbeitet seit zwölf Jahren mit einem Managed-Services-Partner. „Wichtig war uns neben hoher Effizienz und wirtschaftlichen Konditionen eine kompetente persönliche Betreuung und hohe Flexibilität. Und unser Shop läuft rund um die Uhr reibungslos und schnell.“ Das Berliner Softwarehaus Dr. Ing. Wandrei GmbH nutzt seit 2009 Managed Services. Geschäftsführer Jürgen Wandrei: „In der ganzen Zeit hatten wir noch keinen einzigen Fall, dass etwas nicht reibungslos funktioniert hätte. Die Verfügbarkeit unserer Infrastruktur ist exzellent.“
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