Bots bringen mit ihrem Müll das Internet zum Verschwinden
"Das ist ein ganz hervorragender Artikel, Sie haben meinen Tag erfreut. Weiter so." Jeder kennt diese seltsam wolkig-freundlich klingenden Kommentare in den sozialen Netzwerken. Sie stammen von Bots, die auf ein Sprachmodell zurückgreifen, um scheinbar von Menschen stammende Kommentare zu schreiben.
Inzwischen vermüllen sie viele populäre Postings oder Videos im Internet. Bots machen fast die Hälfte des weltweiten Internetverkehrs aus, stellt der aktuelle "Imperva Bad Bot Report 2024" fest. Dabei sind es zu einem Drittel "Bad Bots", die Konten übernehmen oder mit API-Angriffen Schaden anrichten.
Bots übernehmen das Internet
Der Bot-Verkehr ist laut dem Bericht das fünfte Jahr in Folge gestiegen - ein alarmierender Trend. Dieser Anstieg ist teilweise auf die zunehmende Beliebtheit von Künstlicher Intelligenz (KI) und Large Language Models (LLMs) zurückzuführen. Die zunehmende Verbreitung von KI-Technologien wirkt sich auf das Volumen der Bad Bots im Internet und auf deren - stetig wachsende - Leistungsfähigkeit aus.
So stiegen die Angriffe zur Übernahme von Konten 2023 um 10 Prozent. Von allen Login-Versuchen im Internet wurden 11 Prozent mit Kontoübernahmen in Verbindung gebracht. Die am stärksten betroffenen Branchen waren Finanzdienstleistungen (37%), Reisen (12%) und Unternehmensdienstleistungen (8%).
APIs sind ein beliebter Angriffsvektor: Im Jahr 2023 stecken hinter drei von zehn API-Angriffen automatisierte Malware-Bots. 17% der bösartigen Bots versuchten, Schwachstellen ausnutzen, etwa Fehler im Design und in der Implementierung der API. So können die Angreifer legitime Funktionen manipulieren und Zugang zu sensiblen Daten oder Benutzerkonten erhalten.
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