Die Begründungen für diese weitreiche Veränderung waren nicht wirklich zwingend. Vielmehr macht es den Anschein, als seien die Entscheidungsträger dem Motto gefolgt, das da lautet: Hauptsache anders! Denn obwohl viele Aussteller sich zufrieden mit ihren Kontakten zeigten und sowohl die Aussteller- als auch die Besucherzahlen den Verlautbarungen der Messegesellschaft zufolge zufriedenstellend bis gut gewesen sein sollen, kommt nun dieser harte Schnitt.
Man könnte spekulieren, dass zeitliche Distanz zum Mobile World Congress in Barcelona geschaffen werden soll, weil viele Hersteller dazu übergegangen sind, ihre neuesten Produkte lieber am Mittelmeer als an der Leine vorzustellen. Aber das nur nebenbei.
Die Frage wird sein, wie die Aussteller das noch genauer zu definierende Konzept annehmen werden. Dass traditionelle Messen nicht generell tot sind, zeigen die Hannover Messe sowie Branchen- und Fachveranstaltungen wie die It-sa (IT-Sicherheit) in Nürnberg, die Euroshop (E-Commerce) in Düsseldorf, die Internetworld in München, die Logimat (Intralogistik) in Stuttgart oder sogar die Dmexco (Digitales Marketing) in Köln. Digitalisierung und IT-Themen verlangen also nicht per se Veränderung der Veränderung willen.
Hoffentlich nimmt die Cebit nicht den gleichen Werdegang wie einst die Systems in München, die nach ihrer Umwandlung von einer herkömmlichen IT-Messe in ein Diskussionsforum namens „Discuss & Discover“ recht schnell von der Bildfläche verschwand.
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