So sollen sich Patienten mit Hilfe von netCare nach strukturierter und dokumentierter Erstberatung (Triage) direkt in der Apotheke per Video von einem Arzt beraten lassen können. Das Cisco TelePresence-System verbindet die Beratungsräume der Apotheken mit den Ärzten des Schweizer Zentrums für Telemedizin „Medgate“.
Auf beiden Seiten kommt ein EX90-System zum Einsatz, ausgerüstet mit Mikrofon, Kamera und einem 24-Zoll-Bildschirm in Full-High-Definition-Auflösung. Arzt und Patient sehen und hören sich dadurch in realitätsnaher Qualität. Der Patient hat den Eindruck, dem Arzt gegenüberzusitzen und der Arzt kann einfache gesundheitliche Probleme visuell begutachten. Bedienen lässt sich das Gerät mit Hilfe eines Touchscreens.
Das TelePresence-System ist nach Bedarf um zusätzliche Komponenten erweiterbar. Möglich sind etwa Anschlüsse für Diagnosegeräte mit zusätzlichem Monitor zur Anzeige von Puls, Blutdruck oder Körpertemperatur. Zudem ist das System in verschiedenen Sprachen einsetzbar. Die Informationen zwischen Patient und Arzt werden laut Unternehmen über ein schnelles und sicheres Netzwerk übertragen.
Cisco TelePresence unterstützt eine sichere Datenübertragung, so dass die Vertraulichkeit vollständig gewährleistet sein soll. Zum Schutz der Privatsphäre der Patienten findet die medizinische Abklärung außerdem in einem abgetrennten Beratungsraum statt. Ärzte und Apotheker müssen sich an die ärztliche Schweigepflicht halten.
Initiiert hat das Projekt der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse in Zusammenarbeit mit „Medgate“ und dem Kranken- und Unfallversicherer Helsana. „Durch die Zusammenarbeit zwischen Apothekern, Ärzten und Versicherern leisten wir einen Beitrag zu mehr Effizienz und Qualität in der gesundheitlichen Grundversorgung“, sagt Dominique Jordan, Präsident von pharmaSuisse.
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