Daten-Hosting erleichtert Verwaltung

Cloud-Lösung für Betriebstankstellen

Eine spezielle Hosting-Lösung soll die Verwaltung von eigenen Betriebstankstellen erleichtern.

Betriebstankstellen sind für viele mittelständische Unternehmen mit eigenem Fuhrpark unerlässlich. Mit einer passenden IT-Lösung werden alle relevanten Daten, etwa zum Fahrer oder zum Verbrauch, im Tankautomaten erfasst und in festen Intervallen in der Cloud gespeichert.

Eigene Fuhrparks gehören heute in vielen mittelständischen Unternehmen zum Standard, seien es Transporter, Nutzfahrzeuge oder auch die Betriebswagen der Vertriebsabteilung. Um diese Flotte mobil und gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch kalkulierbar zu halten, betreiben immer mehr Firmen zusätzlich auch eigene Tankstellen. Die Verwaltung der Anlagen, die Analyse und Dokumentation der Verbrauchswerte und nicht zuletzt das Nutzermanagement erfordern jedoch in der Regel einiges an Zeitaufwand und Serverkapazität – Ressourcen, die die meisten Mittelständler lieber dem Kerngeschäft widmen würden.

Hinzu kommt, dass bei größeren Betrieben oftmals mehrere auf dem Gelände oder sogar über verschiedene Niederlassungen verteilte Zapfstellen überwacht werden müssen. Denn unternehmenseigene Tankstellen sind inzwischen weit verbreitet, da sie sich den Anforderungen des jeweiligen Betriebs anpassen lassen. Baufirmen nutzen beispielsweise mobile Lösungen vor Ort am Bauplatz, Kommunal- und Logistikunternehmen nutzen die Möglichkeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit tanken zu können, und Firmen mit Mitarbeiterfuhrpark haben so ihre Benzinkosten genau im Griff. Diese Flexibilität erfordert allerdings ein deutlich höheres Maß an Technisierung als eine herkömmliche, allgemeine Tankstelle: Ohne Tankwart muss die Zapfstelle selbst die Authentifizierung der Nutzer und die Dokumentation des Verbrauchs übernehmen.

Moderne Automatensysteme bieten hier verschiedene Möglichkeiten, etwa mittels PIN-Code, Flottenkarte oder RFID-Schlüssel, die jedoch in jedem Fall mit einer Datenbank zugelassener Personen abgeglichen werden müssen. Je nach Branche können zu diesen Stammdaten weitere Zusatzinformationen kommen, wie die Fahrtennummer oder der aktuelle Kilometerstand. All diese Daten werden zusammen mit der getankten Menge für die weitere Analyse und Verarbeitung im Speicher des Tankautomaten hinterlegt. Via Ethernet, VDSL-Modem, WiFi oder UMTS können die Informationen abgerufen und übertragen werden, bislang meist auf einen beliebigen Server oder eine virtuelle Maschine.

Spritverbrauch individuell zuordnen

Diese Art der Datenverwaltung belegt viel Serverkapazität und ist zudem von der Verfügbarkeit und Sicherheit der betriebsinternen IT abhängig. In vielen Unternehmen werden z.B. Server nicht redundant ausgelegt und Backups nur sporadisch angefertigt, wodurch eine Störung den Tankstellenbetrieb beeinträchtigen könnte.

Als Alternative bietet sich eine Cloud-Lösung mit externem Daten-Hosting an, wie z.B. die Diacloud-Applikation von Tokheim. Die Cloud-Variante ermöglicht es Nutzern, über einen gesicherten Log-in per Webbrowser von verschiedenen Standorten und Geräten aus auf die Verwaltungsoberfläche zuzugreifen. Gleichzeitig sorgt eine kontinuierliche Synchronisation der Informationen dafür, dass auch bei mehreren parallelen Anwendern die aktuellen Werte zur Verfügung stehen. So kann zum Beispiel jedem Fahrer sein individueller Spritverbrauch zugeordnet werden, was sich wiederum zur Routenoptimierung nutzen lässt oder Auswirkungen in der Lohnberechnung haben kann.

Eine Hosting-Lösung kann zudem die Einrichtung oder Erweiterung der Betriebstankstelle erleichtern: Hierbei muss immer ein grundlegender Datenbestand aus Fahrer-, Fahrzeug-, Identifikations- und Zapfstellendaten aufgebaut und mit der realen Tankanlage verknüpft werden. Dieser Aufwand führt bei herkömmlichen Managementlösungen meist zu längeren Fristen bei der Inbetriebnahme, was die Kosten für die gesamte Investition erhöht. Bei der Cloud-Variante können alle Datensätze unabhängig von der Tankstelle im voraus und von jedem beliebigen Ort aus vorbereitet werden. Die frisch montierten Zapfstellen müssen somit nur noch beim Host angemeldet werden und lassen sich anschließend sofort verwenden. Diese Trennung zwischen Installation der realen Anlage und Implementierung der Systemdatenbank nutzt unter anderem der Arbeitsbühnen-verleiher Mateco bei Erweiterungen oder Veränderungen seiner Betriebstankstellen.

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