„Cloud-Backup hilft Unternehmen, ihre Daten schnell wiederherzustellen“, so Nicolai Blonner. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))
Nicolai Blonner: „Mit PaaS können IT-Teams sich darauf konzentrieren, Anwendungen zu entwickeln und zu verwalten, ohne sich um die Plattform selbst kümmern zu müssen.“ ((Bildquelle: Alcatel-Lucent Enterprise))
Viele Unternehmen gestalten die Migration in die Cloud zu kompliziert, beziehen die Mitarbeiter nicht in die Implementierung ein und binden mehr Ressourcen als nötig. Dabei funktioniert die Cloud für Unternehmen am besten, wenn Einführung und Betrieb hinter den Kulissen stattfinden. Oder anders gesagt: wenn sie für die gesamte Belegschaft außerhalb der IT gar kein Thema ist.
Funktionieren kann das mit Platform as a Service (PaaS). Das ist ein Cloud-Computing-Dienst, der dem Unternehmen eine komplette Plattform inklusive Hardware, Software und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Auf diese Weise können IT-Teams sich darauf konzentrieren, Anwendungen zu entwickeln und zu verwalten, ohne sich um die Plattform selbst kümmern zu müssen. PaaS ist sofort und jederzeit einsatzbereit – und das ohne Probleme wie Speicherknappheit oder Serverausfälle, die bei On-Premises-Systemen immer wieder vorkommen. Probleme, die die Mitarbeiter bei der Arbeit stören, Kunden und Lieferanten verärgern und unnötige Sorgen bereiten können.
Hauptgründe, die Unternehmen von Innovationen abhalten, sind der Zeit- und Kostenaufwand, der für die Einrichtung neuer Plattformen erforderlich ist. Weil die Implementierung der für Innovationen nötigen IT vor Ort typischerweise arbeitsintensiv ist, wird das Unternehmen gelähmt und im Bemühen um Wettbewerbsvorteile und Flexibilität ausgebremst.
Mit der Cloud hingegen lassen sich neue Dienste oft sehr viel schneller einrichten. Konfigurationen können innerhalb von Stunden statt Tagen oder Monaten in Betrieb genommen werden. Und da dem Unternehmen nur die Zeit berechnet wird, die es PaaS tatsächlich nutzt (und nicht die Hardware und Infrastruktur), sinken auch die Kosten. Bei einem abonnementbasierten Preismodell steht es dem Kunden frei, je nach tatsächlicher Nutzung mehr oder weniger zu investieren oder das Abonnement ganz zu beenden, wann immer er will.
Ein weiterer großer Vorteil des Arbeitens in der Cloud besteht darin, dass die Aktivitäten schnell und einfach geändert und skaliert werden können, um sich an veränderte Umstände – beispielsweise Absatzschwankungen oder Homeoffice – anzupassen. Da die Cloud-IT im Hintergrund läuft, müssen die Mitarbeiter nur wissen, dass dieselben Dienste und Plattformen weiterhin nutzbar sind. Fragen wie die Skalierung von Kosten und Ressourcen sind einfach nicht mehr so relevant. Das bedeutet, dass das Geschäft sowohl in schwierigeren Zeiten als auch in Zeiten schneller Expansion viel reibungsloser läuft.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Besonders deutlich wird das in Notfällen. Cloud-Backup hilft Unternehmen, ihre Daten im Fall des Falles schnell wiederherzustellen. Backups stellen sicher, dass der Betrieb nach minimaler Ausfallzeit weiterläuft. Da die Cloud unsichtbar bleibt, nehmen die Mitarbeiter den Ausfall kaum wahr, so dass das Vertrauen der Belegschaft in die IT selbst bei größeren Zwischenfällen erhalten bleibt.
Die Cloud ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern unabhängig von Zeit und Raum. Sie erlaubt es mehreren Nutzern aus verschiedenen Abteilungen, auf dieselben Informationen zuzugreifen. So lassen sich geografische Schranken überwinden – dank einer Infrastruktur, die orts- und zeitunabhängig zugänglich ist. Durch diese Art der Zusammenarbeit können unterschiedliche internationale Geschäftseinheiten zu einem Team zusammenwachen, das gemeinsam Ziele erreichen will.
Mit der Cloud erhalten die IT-Verantwortlichen Zeit, strategisch zu denken und zu handeln. Sie werden in der Lage versetzt, die richtigen Ressourcen für das Unternehmen auszuwählen, und müssen sich weniger Gedanken darüber machen, wie ihre Teams die Vor-Ort-Technologie verwalten sollen.
Die Cloud stellt allen Unternehmen, ob klein oder groß, ein umfassendes Toolkit bereit, mit dem die Mitarbeiter ihre Arbeit sowohl im Büro als auch von zu Hause aus erledigen können, während gleichzeitig ein hohes Niveau an Kundenservice und Vertrautheit sichergestellt bleibt. Vorausgesetzt, die Cloud wird hinter den Kulissen richtig orchestriert. Die Mitarbeiter sollten nicht einmal darüber nachdenken müssen, wie die IT-Systeme funktionieren, sondern einfach nur wissen, dass die Cloud sie dabei unterstützt, sicher und effektiv zu kommunizieren und zu arbeiten.
Um das sicherzustellen, ist vor allem eine starke Cloud-Infrastruktur erforderlich, bestehend aus Netzwerk, Servern, Speichersystemen und Software für Aufgaben wie Netzwerk- und Cloud-Verwaltung, Bereitstellung von Assets oder Plattformvirtualisierung. So sorgen heutzutage beispielsweise Wifi-6-Netze für die stärkste und zuverlässigste Verbindung innerhalb von Gebäuden. Dies kann eine Grundvoraussetzung dafür sein, dass die Cloud-Technologie ihr volles Potenzial im Tagesgeschäft auch wirklich entfaltet.
Schließlich ist auch eine angemessene Cybersicherheit von entscheidender Bedeutung, die Integrität und Vertraulichkeit aller in der Cloud gespeicherten Daten gewährleistet. Auch hier sorgt die Cloud hinter den Kulissen für Sicherheit, z.B. durch die Verschlüsselung von Cloud-Daten.