„Unternehmen, die geschickt agieren, können dafür sorgen, dass sich ihre Kunden wertgeschätzt fühlen, und dadurch Vertrauen und Loyalität aufbauen“, sagt Johannes Nagel. ((Bildquelle: Seat.io))
Die wichtigste Frage ist: Wer ist meine Zielgruppe und auf welchen Plattformen halten sich meine potenziellen Kunden auf? ((Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus))
ITM: Herr Nagl, welche Vorteile können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Nutzung von Social-Media-Kanälen ziehen?
Johannes Nagl: Sie können eine ganze Reihe von Vorteilen nutzen. Der wichtigste ist die Erhöhung der Markenbekanntheit. Jede Form der Interaktion von Social-Media-Nutzern mit den Inhalten des Unternehmens – sei es durch Likes, Shares, Kommentare oder Bewertungen – fördert die Marke. Social Media dient aber auch dazu, Beziehungen zu Interessenten und Kunden aufzubauen und zu entwickeln. Unternehmen, die geschickt agieren, können dafür sorgen, dass sich ihre Kunden wertgeschätzt fühlen, und dadurch Vertrauen und Loyalität aufbauen. Natürlich dienen Social-Media-Plattformen auch dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen. Sie sind zudem hilfreich, wenn es darum geht, mehr Traffic auf die Unternehmenswebsite zu bringen. KMU können Social Media aber auch dazu nutzen, Marktforschung zu betreiben, denn hier können sie direkt an Interessenten und Kunden herantreten und Meinungen sowie Feedback einholen. Nicht zuletzt ist die bezahlte Werbung für KMU ein klarer Vorteil. Von Einsparungen profitieren KMU, wenn sie die sozialen Medien darüber hinaus auch für andere Bereiche, etwa die Personalrekrutierung, einsetzen.
ITM: Was gilt es dabei zu beachten?
Nagl: Wichtig ist, dass der Auftritt authentisch und glaubwürdig ist, dass die Inhalte für die Kunden einen Mehrwert bieten und das Unternehmen aktiv, ehrlich und offen mit seinen Communitys kommuniziert.
ITM: Wie findet ein Unternehmen heraus, welcher Kanal der richtige ist?
Nagl: Die wichtigste Frage ist: Wer ist meine Zielgruppe und auf welchen Plattformen halten sich meine potenziellen Kunden auf? Das sind dann auch die Kanäle, die priorisiert bearbeitet werden sollten. Unternehmen, die ihre Zielgruppe gut kennen, können nicht nur auf den passenden Kanälen aktiv werden, sondern auch eine plattformübergreifende Strategie ausarbeiten und mit entsprechenden, regelmäßigen Inhalten ihre Ziele erreichen. Wichtig ist auch, dass sich das Unternehmen selbst auf der jeweiligen Plattform wohlfühlt. Wenn Videos nicht so richtig ins Konzept passen, ist Tiktok eher nicht der passende Kanal. Es ist besser, mit nur einem oder wenigen Kanälen zu starten und diese mit hochwertigem Content kontinuierlich zu bespielen, als überall nur mit halber Aufmerksamkeit präsent zu sein.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
ITM: Was sind aktuell noch die gängigsten Vorbehalte bei KMU gegenüber Social Media?
Nagl: Die größten Hürden sind fehlende Kapazitäten und Unsicherheiten bezüglich der Kosten. Heute gibt es professionelle, europäische Tools wie Swat.io, die diese Sorgen obsolet machen. Auch wenn nur eine Person im Unternehmen sich um die Social-Media-Aktivitäten kümmert und wenig Zeit dafür hat, können die Vorteile uneingeschränkt genutzt werden. Und preislich ist das sowieso kein Thema. Ein professionelles Tool ist auch für kleine Unternehmen erschwinglich und bietet ausreichend Unterstützung sowie hochwertigen Support, damit die Social-Media-Aufgaben einfach und unkompliziert erledigt werden können.