ERP-Systeme benötigen eine klare und intuitive Struktur.
Mitarbeiter vermissen bei Business-Software häufig den Komfort, den sie aus der App-Landschaft ihrer Smartphones und Tablets gewohnt sind. Sie wollen einfache Lösungen für komplexe Aufgaben. Gerade mittelständische Unternehmen brauchen motivierte und effiziente Mitarbeiter, die eine Vielzahl an Aufgaben bewältigen können, ohne jedes Mal an fehlenden Kenntnissen der Anwendung zu scheitern. Unternehmen sollten daher nach Lösungen suchen, die ihren komplexen Geschäftsprozessen gerecht werden, aber gleichzeitig so intuitiv und einfach zu bedienen sind wie bekannte Consumer Software. Um eine motivierende, einheitliche und intuitive Benutzererfahrung zu gewährleisten, sollte Business- Software – z.B. das ERP-System – eine klare und durchdachte Struktur haben. Die Lösung muss konsistent aufgebaut sein, sich auf das Wesentliche fokussieren und Informationen gestaffelt zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sollte sie Anwendungserlebnisse schaffen, die mit den Fähigkeiten der Nutzer mitwachsen.
Eine gute User Experience (UX) lenkt die Aufmerksamkeit der Anwender: Im Business-Umfeld werden meist 80 Prozent der Aufgaben mit 20 Prozent an Funktionen erledigt. Deshalb sollte nur das, was zur Erfüllung der Aufgabe wichtig ist, visualisiert werden. Trotzdem müssen Zusatzinformationen, benutzerdefinierte Felder, weitere Arbeitsschritte und Berechnungen individuell hinzugefügt werden können, damit Anwender alle notwendigen Informationen bei Bedarf abrufen können.
All das erfordert ein schlankes und logisch aufgebautes User Interface (UI). Eine intuitiv zu bedienende Oberfläche macht den großen Unterschied. Funktionen müssen so strukturiert sein, dass Dopplungen vermieden und Zusammenhänge schnell erkannt werden. Ähnliche Aufgaben sollten mit nur einer Komponente im System bearbeitet werden können. Module stellen Funktionen überschaubar und sinnvoll gruppiert dar. Die Anzahl der Module sagt nichts über die Qualität oder Bandbreite der Lösung aus. Fünf bis 15 verschiedene Funktionen reichen gerade im Mittelstand für einen normalen Anwender völlig aus. Software-Lösungen werden von Mitarbeiter besser angenommen, wenn sie diese an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Neue Kolleg z.B. benötigen anfangs eine geführte Bedienung. Dafür gibt es optionale Assistenten, die Daten abfragen und nach Prüfung zum nächsten Schritt leiten. Erfahrene Anwender wollen lieber individuelle Einstellungen vornehmen und Favoriten, Masken-Layouts, Berichte oder Alarme persönlich einstellen. Für eine breite Akzeptanz müssen Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 05/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Der Fokus im Mittelstand richtet sich laut Deacom immer mehr auf individuell anpassbare Lösungen aus der Cloud, die ohne spezielle Programmierung auf die Bedürfnisse der Nutzer angepasst werden können. Sie reduzieren den Verwaltungsaufwand sowie die IT-Administration und senken dadurch Kosten.
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