Windows XP

Das letzte Jahr eines Veteranen

In einem Jahr, am 8. April 2014 beendet Microsoft den offiziellen Support des mehr als drei Produkt-Generationen alten Betriebssystems Windows XP.

Windows XP im Einsatz

Das Hintergrundbild auf dem Desktop und die sattblaue Färbung mit den roten Fensterschaltflächen - das sind die augenfälligsten Merkmale von Windows XP. Die mit der Versionsnummer 5.1 ausgestattete Windows-Version war nach ihrem Erscheinen im Jahr 2001 ein eher ungeliebter Nachfolger für das weit verbreitete Windows 98.

Was heute kaum noch jemand weiß: Vor allem die Benutzeroberfläche war anfangs umstritten. Sehr viele Leute haben die XP-Oberfläche einfach ausgeblendet und sind zum altbekannten Design von Windows 95/98 zurückgekehrt. Ein weiterer Kritikpunkt: Es liefen nicht mehr alle Windows-Anwendungen, da Windows XP einige neue Standards setzte. Außerdem galt das System als zu ressourcenhungrig für ältere Rechner.

Kritik dieser Art verfolgt Microsoft-Betriebssysteme seit Jahrzehnten. Auch bei Windows 8 wird wieder auf dieselbe Weise diskutiert, wenn auch in umgekehrter Richtung (Hier fehlt der Startknopf dann plötzlich). Doch Windows XP war ein großer Wurf: Es war ein völlig eigenständiges Betriebssystem ohne altertümlichen Unterbau (MS-DOS) und es arbeitete für 99 Prozent der Anwender vollkommen zufriedenstellend.

Dies gilt vor allem für die Unternehmens-IT. Dort werden hochspezielle Geschäftsanwendungen oder Peripheriegeräte eingesetzt, bei denen eine regelmäßige Anpassung an neue OS-Versionen enorm hohe Kosten hat. Deshalb aktualisieren Unternehmen ihre Betriebssystemausstattung deutlich weniger schnell, als es Microsoft recht wäre.

So ist zu erklären, dass Windows XP auch nach einem Dutzend Jahren noch gut 38 Prozent aller Windows-Installationen beherrscht. Auch die Privatanwender nutzen XP noch sehr intensiv - sei es, weil sie einen funktionierenden Altrechner nicht mehr aktualisieren möchten, sei es, weil sie von den zahlreichen Vorurteilen über Windows 7 oder Windows 8 abgeschreckt werden.

Vielen Nutzern ist allerdings nicht bewusst, dass es sich bei Windows XP um ein System mit veralteten Sicherheitsmechanismen handelt. Vor zwölf Jahren haben sie ausgereicht, aber inzwischen haben die Entwickler von Schadsoftware extrem ausgefeilte Technologien in die Welt gesetzt. Siehe dazu nur das Thema “Virenverbreitung via Werbung”.

Im Rahmen des aktuellen Security Intelligence Reports stellte Microsoft fest, dass Windows XP doppelt so oft von schädlichen Angriffen und Infektionen betroffen war als Windows 7. Zusätzlich gibt es Mehrkosten für die erhöhten Wartungskosten der IT und den kostenpflichtigen Support von Software-Anwendungen.

Eine IDC Studie ergab außerdem, dass Windows XP inzwischen häufig auch für verlorene produktive Arbeitszeit verantwortlich ist. Diese Betriebssystemversion führt im Vergleich zu ihren Nachfolgern zu vermehrten Helpdesk-Anfragen und vielen notwendigen Reboots.

Höhste Zeit also für einen Wechsel. Microsoft unterstützt Unternehmen mit allerlei Werkzeugen, Schulungsmaterial und vielen Informationen beim reibungslosen Umstieg auf die neue Windows-Version. Vor allem in kleinen und mittelständische Unternehmen steht noch der Wechsel an, der jetzt dringend geplant werden sollte. Mit der Get2Modern-Kampagne unterstützt Microsoft den Mittelstand gezielt mit verschiedenen Angeboten.

Unternehmen mit Windows XP Professional erhalten noch bis zum 21. Juni Microsoft Open-Lizenzen, also Volumenlizenzen speziell für kleinere Unternehmen. Dabei gilt ein Rabatt für Windows 8 Pro und Office 2013 in Höhe von 15 Prozent. Für Nutzer von Office 2003 ist dies empfehlenswert, denn auch der Support für diese veraltete Office-Version läuft am 8. April 2014 aus.

Geschäftskunden finden ausführliche Informationen im Support-Bereich. Bei der Suche nach Software und IT-Dienstleistungen für Unternehmen hilft Microsoft Pinpoint. Der Upgrade-Assistent von Microsoft hilft zudem dabei, bei einem Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 die Kompatibilität von Hardware, Programmen und angeschlossenen Geräten schon im Vorfeld zu prüfen.

Bildquelle: Microsoft

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