RZ-Monitoring

Das Rechenzentrum der Zukunft im Blick

Im Kommentar erläutert Thomas Timmermann, Senior Market Expert von Paessler, die wichtigsten Anforderungen an eine zukunftssichere RZ-Monitoring-Lösung.

Thomas Timmermann

Thomas Timmermann arbeitet seit fast 25 Jahren in der IT.

Zukunftssicherheit im Rechenzentrum (RZ) stellt hohe Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit. Um Funktion und Effizienz eines Rechenzentrums kurz- wie langfristig sicherzustellen, müssen die Verantwortlichen sämtliche Aspekte ständig im Blick behalten. Das geht nur mit einer umfassenden Monitoring-Lösung, die einerseits alle Einzelaspekte überwacht und andererseits einen Gesamtüberblick bietet, der übergeordnete Zusammenhänge darstellt und Störungen schnellstmöglich erkennt und lokalisiert. Übergeordnet heißt in diesem Zusammenhang bereichsübergreifend über IT-Infrastruktur (Storage-Systeme, Server, Switche, Router etc.), RZ-Hardware (Racks, Serverschränke, USPs etc.) und Gebäudetechnik (Sicherheits­systeme, Klimaanlagen, Temperatursensorik etc.). Nur wenn alle Komponenten eines Rechenzentrums in einer Lösung zentral überwacht werden, lassen sich Ursachen für Störungen schnell ermitteln und Folgen effizient eindämmen. Auf was aber muss man bei der Auswahl einer Monitoring-Lösung für das RZ achten?

Alle Komponenten einbinden

Der wichtigste Aspekt bei einer RZ-Monitoring-Lösung ist sicherlich die Möglichkeit, alle RZ-Komponenten einzubinden. Dazu muss die Monitoring-Software einerseits ein möglichst breites Feature-Set für das klassische IT-Monitoring liefern und andererseits gängige Protokolle und Methoden aus der Gebäudetechnik unterstützen wie beispielsweise Modbus oder MQTT. Manche Monitoring-Hersteller arbeiten partnerschaftlich mit Herstellern von RZ-Equipment zusammen, um die optimale Unterstützung von Racks und Schränken gewährleisten zu können. Wächst der Monitoring-Bedarf, weil beispielsweise neue Schränke und Server aufgestellt werden oder das RZ erweitert wird, sollte nicht die Monitoring-Lösung gewechselt werden müssen, nur weil ein Lizenz-Upgrade zu teuer wäre oder die Lösung nicht entsprechend skaliert werden kann.

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Daher sollten Anwender auf eine einfache Skalierbarkeit in jeder Hinsicht achten. Im Hinblick auf Zukunftssicherheit spielen Schnittstellen und die Möglichkeit zur individuellen Erweiterung um neue Funktionen eine wichtige Rolle: Neue Technologien und Systeme können sonst schnell einen Systemwechsel beim Monitoring erfordern. Einer der wichtigsten Aspekte im RZ ist die Sicherheit – und wird es auch immer bleiben. Allerdings gilt es bei einer RZ-Monitoring-Lösung, Sicherheit auf drei Ebenen zu berücksichtigen:

• IT-Sicherheit – Kann die Lösung klassische IT-Sicherheitssysteme wie Firewalls oder Backup-Systeme überwachen und deren Funktion sicherstellen?
Physikalische Sicherheit – Kann die Lösung RZ-Sicherheitssysteme wie Kameras, Temperatur-, Rauch- oder Feuchtigkeitssensoren, Türschließsysteme etc. einbeziehen?
Sicherheit der Monitoring-Lösung – Werden Monitoring-Daten verschlüsselt, wie sicher ist der Zugriff auf die Lösung selbst und gibt es ein Rechte- und Rollensystem für die Nutzer der Lösung?

Bildquelle: Paessler

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