IT-Weiterbildungen

Datenkompetenz als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist das große Thema unserer Zeit – und wird dennoch von Unternehmen allzu schnell auf kleinteilige Maßnahmen zum Umweltschutz reduziert. 
Dabei umfasst der verantwortungsvolle und bewusste Umgang mit Ressourcen längst nicht mehr nur Umweltaspekte.

Datenkompetenz

Datenkompetenz fördert soziale, ökologische und wirtschaftliche Werte.

Während internationale Großkonzerne in der Pflicht stehen, transparente Lieferketten und innovative Energielösungen zu realisieren, stehen bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsziele im Fokus. Eines eint dabei alle Bereiche: die entscheidende Rolle der IT. Das Internet ermöglicht das Lernen und Arbeiten an jedem Ort der Welt, moderne Software optimiert den Ressourceneinsatz auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette und intelligente Maschinen übernehmen gesundheitsgefährdende Aufgaben. Darum ist Datenkompetenz nicht nur eine unabdingbare Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in einer datengetriebenen Welt, sondern kann als Schlüssel zur Nachhaltigkeit bezeichnet werden.

Entscheidungskompetenz schaffen

Insbesondere KMU sind laut der Technologiestiftung Berlin jedoch noch Dateneinsteiger: Rund 80 Prozent sammeln zwar Daten, werten diese aber nicht aus. Dabei schlummert hier das größte Potenzial für schnellere und bessere Entscheidungen jedes Einzelnen im Unternehmen. Und je besser jeder Mitarbeiter entscheiden kann, desto größer sind dessen Bindung ans Unternehmen und seine Möglichkeiten, räumlich und zeitlich flexibel zu arbeiten – aus sozialer (Familienfreundlichkeit) und ökologischer (Homeoffice statt Pendeln) Sicht ein entscheidender Baustein für nachhaltiges Wirtschaften.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 06/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die Realität jedoch sieht anders aus: Laut des Data Literacy Index fühlen sich rund 75 Prozent der Mitarbeiter im Umgang mit Daten überfordert – keine gute Voraussetzung für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Mensch. Viele Unternehmen begehen im Zuge der Digitalen Transformation den Fehler und ersetzen ältere oder nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter durch vermeintliche Experten. Dabei unterschätzen sie das Potenzial der vorhandenen Belegschaft sträflich. Das ist nicht nur alles andere als sozial nachhaltig, sondern auch teuer und im Hinblick auf die Loyalität sehr kritisch.

Datenkompetenz kann jeder lernen

Eine Auswertung des Blended-Learning-Anbieters Elevation zeigt jedoch, dass es keine Unterschiede beim Lernerfolg gibt, solange das Training auf vordefinierte Ziele und am Kenntnisstand der Teilnehmer ausgerichtet wird. Unabhängig von Hierarchielevel, Geschlecht, Alter oder Vorerfahrung kann mithilfe maßgeschneiderter Trainings jeder zum Datenprofi werden. Wichtig ist dabei vor allem, die Datenkompetenz aller Ebenen des Unternehmens zu stärken. Nur so können eine gemeinsame Sprache und eine datengesteuerte Unternehmenskultur etabliert, alle Mitarbeiter inkludiert und die soziale Nachhaltigkeit gestärkt werden. Durch das Messen vorhandener Kompetenzen sowie des Lernfortschritts lassen sich zudem versteckte Talente der eigenen Mitarbeiter aufdecken, die zum einen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele helfen, zum anderen aber auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Datenkompetenz fördert soziale, ökologische und wirtschaftliche Werte. Doch der Status quo im Mittelstand ist bedenklich. Dieser Missstand lässt sich durch interne Weiterbildungen ausgleichen – diese werden jedoch nur Wirkung zeigen, wenn sie auf die Nachhaltigkeitsziele und die Kenntnisse der Mitarbeiter zugeschnitten sowie messbar sind.

Bildquelle: Joseph Frank / Elevation

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