„Damit die Migration in die Cloud erfolgreich ist, sind Zeit und die richtige Planung entscheidend“, weiß Jochen Wießler. ((Bildquelle: Unit4))
In der Cloud lassen sich die wichtigsten Informationen bündeln und erlauben so einen ganzheitlichen Überblick. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))
Starre ERP-Systeme, die ursprünglich auf den Kunden maßgeschneiderte Arbeitsabläufe und Tools bereitgehalten haben, sind nach wie vor sehr verbreitet. Für den Kunden bringen sie auf Dauer weniger Nutzen als erhofft, verursachen dafür aber mehr Kosten. Sinnvoller ist es für Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse in die Cloud zu verlagern. Die neue Generation moderner, Cloud-basierter ERP-Systeme ist nicht nur personalisiert, sondern auch viel flexibler und anpassungsfähiger. Die Cloud bietet Unternehmen und ihren Mitarbeitern die Chance, ihr System jederzeit an die momentanen Anforderungen anzupassen: mittels flexibler Cloud-Strukturen ist es ein leichtes, Workflows über Low-Code/No-Code-Tools zu ändern, zusätzliche Felder hinzuzufügen und die Vorteile rollenbasierter Arbeitsbereiche zu nutzen, um so einen personalisierten zentralen Ankerplatz für wichtige Daten zu schaffen. Dabei kommt es vor allem auf die Erweiterung von ERP-Systemen an, wie etwa die Automatisierung elektronischer Signaturen über eine API.
Flexible Cloud-Strukturen leben von den Anwendern, die im täglichen Geschäftsleben damit arbeiten und über das Fachwissen und das Verständnis über ihre Prozesse und Arbeitsabläufe verfügen. Damit sind sie in der Lage, Ideen zu entwickeln und so Prozesse zu schaffen, die schnell sind und die Nutzer nicht mit lästigen Routineaufgaben aufhalten. Die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeiter wird gesteigert, Unternehmen können durch die flexiblen Cloud-Strukturen ihre Geschäftsprozesse effizienter gestalten und die Kundenzufriedenheit erhöhen. Noch ein Vorteil: Software-Upgrades und Patches werden automatisiert und die Skalierung wird flexibler, da beim Arbeiten in der Cloud die individuellen Anforderungen des Unternehmens beachtet werden. Indem in der Cloud die wichtigsten Informationen über Mitarbeiter, Finanzsysteme und Lieferketten an einem Ort zusammengeführt werden, erhalten Unternehmen einen ganzheitlichen Überblick über ihre Unternehmensleistung.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Damit ändert sich auch der Schwerpunkt für Software-Anbieter: Es geht darum, flexible Cloud-Lösungen zu entwickeln, die intuitiv und anpassungsfähig sind und den Benutzern wie ein digitaler Kollege zur Seite stehen. Erweiterungen und Integrationen machen die Cloud zusätzlich flexibel und auf der Grundlage von Machine Learning weiß das System genau, was der Nutzer braucht und unterstützt ihn dabei, seine Aufgaben zu erledigen.
Damit die Migration erfolgreich ist und Unternehmen von diesen flexiblen Strukturen profitieren, sind Zeit und die richtige Planung entscheidend. Veränderungen sind dabei unausweichlich, was besonders für kleinere Unternehmen zur Herausforderung werden kann. Die Strategie für das Change Management muss ebenso berücksichtigt werden, wie das Mitnehmen der eigenen Mitarbeiter. Wichtig ist zudem, die entscheidenden Leistungsindikatoren (KPIs) für ein solches Projekt zu vereinbaren. Neben all diesen Faktoren dürfen Unternehmen die Integration nicht außer Acht lassen, schließlich muss die Cloud-Lösung mit den anderen Anwendungen in der Anwendungsumgebung zusammenarbeiten. Auch die Sicherheit spielt eine wichtige Rolle: Richtlinien stellen sicher, dass Zugriffs- und Verwaltungsrechte eingeschränkt sind und dass Integrationspunkte nicht zu Quellen von Sicherheitslücken werden. Grundsätzlich muss für jede Herausforderung ein individueller Business Case erstellt und die Cloud-Lösung getestet werden, bevor sie im gesamten Unternehmen erfolgreich eingeführt wird.