Wenn das Kind erst in den Brunnen gefallen ist, muss nicht selten der IT-Adminstrator zur Rettung hinzugerufen werden.
Über 2000 IT-Administratoren weltweit nahmen an der Umfrage von Paessler teil und lieferten aussagekräftige Ergebnisse über aktuelle Schwierigkeiten in IT-Abteilungen. Für 57 Prozent der befragten IT-Mitarbeiter in Deutschland sind unerwartete Netzwerkausfälle die größte Herausforderung. Den zweiten Platz belegen mit 51 Prozent User, die Probleme melden, bevor die IT-Abteilung überhaupt von ihnen wusste.
Ein weiterer Aspekt, der deutsche IT-Administratoren bei ihrer Arbeit hindert, ist Schatten-IT. Fast die Hälfte der Befragten IT-Profis nennt die Nutzung von IT-Systemen, die die IT-Abteilung eines Unternehmens nicht offiziell genehmigt hat, als Frustrationsquelle. Im weltweiten Vergleich belegt Deutschland bei diesem Umfragethema den ersten Platz. Ein grundsätzliches Verbot wird der IT-Abteilung jedoch selten Frieden bringen. Vielmehr sollten die Admins gemeinsam mit der „erwischten“ Abteilung nach einer guten Lösung für alle suchen.
„IT-Administratoren sollten jederzeit darüber informiert sein, was in ihrem Netzwerk vor sich geht. Ausfälle können aber nicht immer vorhergesehen werden – auch wenn die IT-Mitarbeiter gerne alles im Griff hätten“, sagt Gabriel Fugli, Partner Account Manager bei der Paessler AG. „Viele Probleme werden von den Nutzern selbst verursacht, weil sie Anweisungen nicht lesen oder Auffälligkeiten nicht rechtzeitig melden.“
Netzwerke laufen am besten, wenn sie proaktiv verwaltet werden, zum Beispiel mit Hilfe einer umfassenden Netzwerk-Monitoring-Lösung. Dann werden potenzielle Probleme leicht identifiziert und können gelöst werden, bevor sie zu größeren Problemen führen. Doch selbst wenn das Netzwerk und alle Anwendungen reibungslos funktionieren, gibt es oft wenig Anerkennung für die Arbeit, die das IT-Personal leistet. Fast ein Drittel der Befragten aus Deutschland gab an, dass ihre Arbeit nicht angemessen gewürdigt beziehungsweise nicht verstanden wird. „Dies liegt in erster Linie daran, dass Nutzer nicht wirklich wissen, was sich hinter den Kulissen abspielt, und die Rolle des Administrators erst dann sichtbar wird, wenn etwas schiefgeht. Wir sollten uns alle darum bemühen, unseren IT-Administratoren mehr Wertschätzung entgegen zu bringen“, so Fugli.
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