„Es sollte ein tiefgreifendes Verständnis dafür geschaffen werden, dass IT-Investitionen nachhaltig sind“, sagt Tanja Hilpert, Regional Vice President DACH bei Zendesk.
Unter Mittelstand verstehe ich ...
… die Basis der deutschen Wirtschaft, die das Land am Leben hält und uns auf das nächste Level heben kann. Ich verstehe sie auch als den wirtschaftlichen Treiber Deutschlands. Der Mittelstand ist geprägt durch Familienunternehmen, aber auch durch sehr innovative Unicorns, die sich aus der Start-up-Szene gebildet haben. Vor allen Dingen zeichnet sich der Mittelstand durch schnelle Entscheidungswege und unternehmerisches Handeln aus.
Der Mittelstand hebt sich von Großkonzernen dadurch ab, dass ...
… die Entscheidungsprozesse in der Regel schneller gehen und Innovationen in kürzerer Zeit umgesetzt werden können. Schnelligkeit kommt hier vor „Machtprozessen“. In vielen Fällen sind Unternehmen inhabergeführt – d.h., Entscheidungen können ohne Umschweife aus erster Hand gefällt werden.
Um als IT-Spezialist im Mittelstand Erfolg zu haben, bedarf es ...
… der Fähigkeit, die Sprache des Kunden zu sprechen und zu verstehen, was den Kunden antreibt. Zendesk nimmt sich viel Zeit dafür, zuzuhören und zu verstehen, was der Kunde wirklich möchte: Auf welchem Level befindet er sich? Welche kurzfristigen und langfristigen Ziele hat er? Wie kann er sein Budget effizient einsetzen und davon am besten profitieren? Welche Prioritäten hat die entsprechende Industrie? Immer sollte im Vordergrund stehen, ein echter Partner zu sein, der den Erfolg seines Kunden auch langfristig im Blick hat. Wenn wir von Kundenerfahrung (CX) sprechen, spielt es keine Rolle, ob wir in der IT, Finanzabteilung, Buchhaltung oder im Vertrieb arbeiten – jeder sollte kundenzentriert sein.
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Was die IT anbelangt, ist der Mittelstand ...
… von großer Bedeutung, denn er hat ein Potenzial, das noch nicht voll ausgeschöpft ist. Oftmals wissen mittelständische Unternehmen, wohin sie gehen müssen, aber ein traditionelles Denken hält sie davon ab, neue Wege zu beschreiten. Dabei könnten sie im globalen Vergleich noch wettbewerbsfähiger sein. Aber im Mittelstand sehen wir beides: Unternehmen, die schnelle Entscheidungen treffen und Digitale Transformation begrüßen, aber auch Unternehmen, die ängstlich sind, eher konservativ agieren und nur schwer aus ihrer Komfortzone herauskommen. Hier ist es wichtig, eine gute Kommunikation voranzutreiben, um die Angst vor der Veränderung zu nehmen.
Die durchschnittliche IT-Grundausstattung im Mittelstand besteht aus ...
… Auch hier gibt es eine große Bandbreite und nicht den klassischen Durchschnitt. Grundsätzlich beobachte ich aber, dass die einzelnen Abteilungen verstärkt in Silos arbeiten und auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Einige sind IT-technisch zu 100 Prozent ausgestattet, andere arbeiten nur mit Basissystemen oder uneinheitlichen Systemen. Die verschiedenen Arbeitsweisen und Systeme in den unterschiedlichen Abteilungen zeigen das Bedürfnis nach einer integrierten Plattform, die Systeme miteinander verbinden kann, um alle Daten an einem Ort zu haben.
Charakteristisch für IT-Investitionsentscheidungen im Mittelstand ist, dass ...
… das Bewusstsein für IT-Investitionen vorhanden ist, allerdings fehlt stellenweise die Bereitschaft bzw. auch die Vorbereitung zur Umsetzung. Aufgrund von komplex erscheinenden Prozessen handelt der Mittelstand teilweise zu zögerlich und schöpft sein Potenzial nicht vollkommen aus. Es sollte ein tiefgreifendes Verständnis dafür geschaffen werden, dass IT-Investitionen nachhaltig sind. Die besten IT-Strukturen sind auf einem tiefen Kundenverständnis und einer intakten Kundenbeziehung angelegt. Eine Zendesk-Studie zeigt, dass Investitionen z.B. in den Kundenservice und die entsprechende Technologie Unternehmenswachstum beschleunigen.
Die typischen IT-Probleme des Mittelstands sind ...
… veraltete Systeme und Infrastrukturen, die nicht aktualisiert oder erweitert werden können. Oftmals wird zu viel Budget in antiquierte Systeme gesteckt. Hier lohnt es sich, in Wissen und Training für die Mitarbeiter zu investieren, denn Veränderung fängt im Kopf an. Auch das Recruiting von neuen Mitarbeitern spielt an dieser Stelle eine wichtige Rolle.
Als Lösung für diese Probleme favorisiere ich ...
… ein Verständnis für großartige Optionen zu schaffen und das „Mindset“ der Menschen durch Bildung und Kommunikation nachhaltig zu verändern. Es ist wichtig aufzuzeigen, welchen ROI (Return on Investment) neue Technologien bringen können. Einfachheit spielt hier eine große Rolle, intuitive Tools helfen beim Trainingsprozess.
Handlungsbedarf auf IT-Seite im Mittelstand sehe ich ...
… darin, Mitarbeiter zu mehr Offenheit zu bewegen, sodass sie in der Lage sind, die Chancen, die neue Technologien bieten, wahrzunehmen und zu begrüßen. Der Wandel beginnt im Kopf.
Bildquelle: Zendesk