Die meisten Unternehmen entscheiden sich für einen hybriden Ansatz, bei dem einige Anwendungen in der Cloud gehostet werden und andere on premises verbleiben.
Für KMU, die bereits stark auf Microsoft-Lösungen setzen, ist die Nutzung von Azure naheliegend, zumal das auch finanzielle Vorteile mit sich bringt: Unternehmen, die bereits on premises Windows-Server- und SQL-Server-Lizenzen nutzen, können diese Lizenzen ohne zusätzliche Kosten in der Azure-Cloud verwenden. Durch den Wechsel in die Cloud fallen einmalige Investitionen in Hardware weg, die Kosten sind kontrollierbar, die Kapazitäten steigen, weniger Ressourcen werden benötigt und es kann je nach Bedarf skaliert werden. Cloud-Anwendungen und -Dienste – wie sie Datto anbietet – erleichtern zudem die Unterstützung der Angestellten im Homeoffice. KMU, die kaum internes IT-Fachwissen besitzen, könnten mit der Technologie aber überfordert sein. Cloud-Verträge und -Kostenmodelle sind komplex und erfordern entsprechendes Know-how. KMU sollten die Migration deshalb nicht alleine stemmen, sondern mit einem Managed Service Provider (MSP) zusammenarbeiten, der Erfahrung im Bereich „Cloud-Migration“ hat.
MSP helfen bei der Entscheidung, wann die Migration stattfinden soll, welche Teile der Infrastruktur in die Cloud verlagert werden sollen und wie sie reibungslos durchgeführt werden kann. KMU sollten darauf achten, dass ihr Partner über starke IT-Security-Kompetenzen verfügt und die richtigen Sicherheitsmechanismen einrichten kann, um die Unternehmensanforderungen zu erfüllen.
Das Ziel der Zusammenarbeit mit einem MSP ist die Entwicklung eines strategischen Plans für die nächsten drei bis fünf Jahre. Dieser Plan sollte sich am aktuellen und zukünftigen IT-Bedarf orientieren, Wachstumspläne berücksichtigen und einen Gesamtzeitplan für Strategie und Investitionen enthalten. Bei der Planung sollten KMU festlegen, welche Bereiche ihres Unternehmens in der Cloud effektiver betrieben werden könnten. Anschließend gilt es, jede Anwendung einzeln zu betrachten und wann der richtige Zeitpunkt für die Modernisierung gekommen ist. Die meisten Unternehmen entscheiden sich für einen hybriden Ansatz, bei dem einige Anwendungen in der Cloud gehostet werden und andere on premises verbleiben.
KMU sollten ebenfalls mit ihrem MSP-Partner zusammenarbeiten, um eine starke Sicherheitsstrategie umzusetzen. Datensicherung und -wiederherstellung sind dabei von besonderer Bedeutung, da IaaS-Anbieter dies nicht von Haus aus abdecken. Azure bietet zwar ein integriertes Backup, doch das erfüllt unter Umständen nicht die Anforderungen in Bezug auf Wiederherstellungszeiten und -punkte.
Um echte Business Continuity zu gewährleisten, sollten KMU Cloud-Backups sowohl innerhalb von Azure als auch in einer separaten privaten Cloud durchführen. So können sie den Betrieb jederzeit aufrechterhalten bzw. schnell wiederherstellen, auch wenn Azure einmal ausfallen sollte
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Führende BCDR-Lösungen (Business Continuity and Disaster Recovery) von Drittanbietern, die speziell für die Public Cloud entwickelt werden, bieten zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Ransomware-Erkennung und Schutz vor Datenlöschung. Gemeinsam mit ihrem MSP-Partner können KMU eine BCDR-Strategie entwickeln, die alle Workloads abdeckt – unabhängig davon, ob sie sich on premises oder in der Cloud befinden.
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