Deutscher Mittelstand liegt bei Nachhaltigkeit weltweit vorn
Von: Ingo Steinhaus
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82 Prozent der Mittelständler arbeiten an ihren Umweltauswirkungen. Damit schaffen sie einen positiven Kreislauf zwischen Nachhaltigkeitsberichten, grüner Finanzierung und Klimamaßnahmen.
Bei Nachhaltigkeit ist der Mittelstand führend
81 Prozent der deutschen Mittelstandsunternehmen haben spezifische Nachhaltigkeitsrichtlinien. 69 Prozent sind der Ansicht, dass Nachhaltigkeit für ihre Tätigkeit „zentral“ oder „wichtig“ ist, und 82 Prozent haben Pläne zur Verbesserung der Umweltauswirkungen ihres Unternehmens. Damit liegen sie im weltweiten Vergleich vorne.
Dies ist eines der Ergebnisse der neuen Studie „Unlocking Sustainable Finance for SMEs“ des Softwarenabieters Sage. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer (ICC) erstellt und belegt, dass der entscheidende Schritt für den Übergang von Nachhaltigkeitszielen zu nachhaltigen Maßnahmen in der Emissionsmessung und -Berichterstattung besteht: Wenn KMU ihre Emissionen messen und melden, eröffnen sich ihnen Optionen für die Finanzierung nachhaltiger Initiativen, um weitere Maßnahmen umzusetzen. Dieser „positive Kreislauf“ ist allerdings noch nicht ausreichend in Schwung geraten.
Notwendige Maßnahmen für Kimaschutz
Um das Potenzial von Mittelständlern im Kampf gegen den Klimawandel voll auszuschöpfen, fordert Sage alle beteiligten Akteure wie Regierungen, Finanzinstitute und Technologiepartner zu folgenden Maßnahmen auf:
Vereinfachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Einführung verhältnismäßiger und gestraffter Berichtsstandards, die auf KMU zugeschnitten sind und ihnen den Zugang zu grüner Finanzierung erleichtern.
Besserer Zugang zu digitalen Hilfsmitteln: Bereitstellung erschwinglicher, automatisierter Instrumente für KMU, um Emissionen zu überwachen und die Berichterstattung zu rationalisieren.
Mehr finanzielle Anreize: Angebot von Steuergutschriften, Zuschüssen und günstigen Kreditbedingungen, um KMU zu motivieren, ihre Umweltauswirkungen zu messen und in nachhaltige Praktiken zu investieren.
Einige Ergebnisse der Studie
Das Interesse und das Engagement für den Klimawandel sind groß. 90 Prozent der deutschen KMU sind mit dem Konzept vertraut, dass Unternehmen ihre Umweltauswirkungen messen, 43 Prozent berichten regelmäßig über Nachhaltigkeit, und 34 Prozent haben ein eigenes Team für die Berichterstattung. Darüber hinaus sind 69 Prozent der Ansicht, dass Nachhaltigkeit für ihre Tätigkeit „zentral“ oder „wichtig“ ist, und 82 Prozent haben Pläne zur Verbesserung der Umweltauswirkungen.
Komplexität ist ein großes Hindernis. 68 Prozent der deutschen KMU halten die Nachhaltigkeitsberichterstattung für „sehr“ oder „etwas“ komplex.
Finanzierung ist der Schlüssel zu mehr Maßnahmen. 89 Prozent der KMU weltweit, die eine Nachhaltigkeitsfinanzierung erhalten haben, betrachten diese als entscheidend für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen. Nur 19 Prozent haben eine externe Finanzierung für Umweltinitiativen in Betracht gezogen – in Deutschland ist das Interesse daran mit 63 Prozent deutlich größer.
KMU setzen auf Technologie, um die Lücke zwischen Absicht und Handeln zu schließen. 65 Prozent der KMU weltweit sind der Ansicht, dass digitale Tools dazu beitragen könnten, den Prozess der Nachhaltigkeitsmessung- und -Berichterstattung zu vereinfachen und die Vorteile grüner Finanzierung zu nutzen.
Die vollständige Studie „Unlocking Sustainable Finance for SMEs“ findet sich hier.
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