Hannover Messe 2024

DFKI erforscht umweltschonende Industrie-KI

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) präsentierte auf der Hannover Messe KI-Lösungen für eine nachhaltige Wirtschaft.

Roboter

Flexible Ladung von E-Fahrzeugen mit Robotern

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) präsentierte auf der Hannover Messe gleich an mehreren Ständen KI-Lösungen für eine nachhaltig agierende Wirtschaft. KI-Expertinnen und -Experten aus dem DFKI beteiligen sich zudem mit Panels und Vorträgen am Rahmenprogramm.

Green AI ist das Top-Thema für Deutschlands Industrie. Unternehmen müssen in Zukunft unbedingt auch die Umweltwirkung der Künstlichen Intelligenz und ihre Chancen für die Nachhaltigkeit berücksichtigen. "Deshalb zeigen wir auf der Messe, wie Künstliche Intelligenz konkrete ökonomische und ökologische Mehrwehrte schafft," erklärt Professor Antonio Krüger, Wissenschaftlich-technischer Direktor und CEO des DFKI. "Zwar kann KI durch Training und Anwendung einen sehr hohen Energiebedarf haben, gleichzeitig aber kann sie erst dafür sorgen, Energie und Ressourcen einzusparen. KI ist nachhaltiger als ihr Ruf.“

Das DFKI forscht an beiden Aspekten, also an ihrem positiven Beitrag zur Nachhaltigkeit und der Nachhaltigkeit der Künstlichen Intelligenz (KI) selbst. Mit einer Auswahl aktueller Projekte adressiert das DFKI unter anderem die Ressourceneffizienz im Mittelstand, den Energieverbrauch von Rechenzentren, die Echtzeit-Fehlerbehebung in Fabriken aus der Ferne mit AR und VR sowie die flexible Ladung von E-Fahrzeugen mit Robotern.

Kreislaufwirtschaft ermöglichen und Ressourcen sparen

Herzstück des DFKI-Messeauftritts ist der gemeinsame Stand mit der SmartFactory-KL. Dort zeigt das DFKI einen Demonstrator, der veranschaulicht, wie mithilfe einer visuellen Qualitätskontrolle durch KI benutzte Teile in der Produktion weiterverwendet werden können, im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Ein E-Transporter bringt diesen zu KMU, um sie an das Thema Ressourceneffizienz heranzuführen.

Green-AI Hub Mittelstand

Echtzeit-Kundensupport mit interaktiver AR

Um einen Fehler an einer Maschine zu beheben, müssten Techniker künftig nicht mehr weit reisen. Im Projekt CORTEX² sehen sie sich in der derselben Situation wie ihre Kunden und können darin über die Ferne miteinander interagieren. CORTEX² verbindet Videotelefonie mit AR und VR für eine nächste Generation der Telekooperation, die auf Interaktivität und eine ressourceneffiziente Datenübertragung Wert legt.

CORTEX²

Energieeffiziente Rechenzentren und KI

Wie muss KI, also Software und die benötigte Hardware, aussehen, damit sie dem Anspruch der Energieeffizienz gerecht wird? Diese Frage soll im Projekt ESCADE beantwortet werden. Von Interesse ist dabei besonders das Potenzial von neuromorphen Chips. In einem konkreten KI-Anwendungsfall wird der Energieaufwand für die Sortierung von Stahlschrott untersucht.

ESCADE

Flexible Ladung von E-Fahrzeugen mit Robotern

In einem originellen Konzept für die Ladung von E-Fahrzeugen kommt ein Roboter zum Auto und nicht das Auto zur Ladesäule. In ChargePal transportieren mobile Laderoboter Hochleistungsbatterien zu Fahrzeugen, um sie anzuschließen und das Auto zu laden. Mit dem robotergestützten Ansatz könnte es leichter werden, Bestandsimmobilien und öffentliche Parkplätze für E-Mobilität zu ertüchtigen und die Ladeinfrastruktur auszubauen.

ChargePal

Bild: DFKI

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