„Angesichts der Schnelllebigkeit der technischen Entwicklungen im IKT-Sektor und der zunehmenden Professionalisierung von Hackerangriffen ist IT-Sicherheit dabei eine Daueraufgabe, die einen permanenten Dialog mit den maßgeblichen Akteuren erfordert", meint Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie.
„Mit der Studie ist deutlich geworden, dass kleine und mittlere Unternehmen beim Thema IT-Sicherheit noch Nachholbedarf haben. Sie hat zudem gezeigt, dass staatliche Unterstützung in diesem Bereich nötig und sinnvoll ist. Angesichts der Schnelllebigkeit der technischen Entwicklungen im IKT-Sektor und der zunehmenden Professionalisierung von Hackerangriffen ist IT-Sicherheit dabei eine Daueraufgabe, die einen permanenten Dialog mit den maßgeblichen Akteuren erfordert. Das BMWi wird die Ergebnisse der Studie eingehend analysieren und in die Aktivitäten unserer Task Force „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ einfließen lassen. Mit der Task Force leistet das BMWi einen wichtigen Beitrag, damit die mittelständische Wirtschaft in Deutschland im Cyberraum sicherer agieren können.“
Ergebnisse der Studie
99,7 Prozent aller KMU in Deutschland nutzen für ihre Geschäftsprozesse IT-Systeme, 88 Prozent arbeiten bereits mit mobilen Endgeräten. 93 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, Erfahrungen mit IT-Sicherheitsproblemen gesammelt zu haben; Ausfall der Technik, Malware, Spam und Datenverlust bilden dabei die größten Probleme. Dennoch messen nur 69 Prozent dem Thema IT-Sicherheit eine hohe bzw. sehr hohe Bedeutung zu. Gängige technische Lösungen, wie Virenscanner (99 Prozent) und Firewalls (98 Prozent) sind zwar nahezu flächendeckend im Einsatz. Bei der Verschlüsselung von Daten oder beim Management mobiler Endgeräte hingegen besteht noch Nachholbedarf. Sie werden von nur etwa 40 Prozent der Unternehmen genutzt. Mehr als die Hälfte aller Unternehmen haben beispielsweise keine Notfallpläne für Sicherheitsvorfälle. Etwa ein Drittel der Unternehmen bieten ihren Beschäftigten IT-Sicherheitsschulungen an.
Im Rahmen der Studie, die von der Unternehmensberatung WIK-Consult GmbH durchgeführt wurde, wurden etwa 1.000 repräsentativ ausgewählte Unternehmen befragt. Die Studie kann zeitnah auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums eingesehen werden.
www.bmwi.de
Bildquelle: © BMWi