Wer heute sagen will, er wolle ein Foto am Computer beschneiden, aufhellen, retuschieren oder auf andere Art verändern, benutzt dafür meist ein aus dem Englischen importiertes Verb: Photoshoppen, nach dem verbreiteten Bildbearbeitungsprogramm „Photoshop“. Das ist neben dem Klassiker „Tempo“ ein weiteres Beispiel dafür, wie sich eine Marke in die Alltagssprache einschleicht.
Dabei ist Photoshop für die meisten Anwendungsbereiche nicht unbedingt nötig und zu teuer. Wer nur gelegentlich Fotos oder Grafiken für Präsentationen oder Geschäftsdokumente bearbeiten möchte, hat eine große Zahl an teils kostenlosen Photoshop-Alternativen zur Auswahl. Neben Windows-Anwendungen und Mobil-Apps gibt es auch eine Vielzahl an Webapps, die einen großen Vorteil haben: Sie können auf jeder Plattform und den Computer ohne vorherige Installation eingesetzt werden.
Pixlr
Pixlr bietet zahlreiche Funktionen für die Bearbeitung von Bildern. Hiermit ist auch Finetuning am Foto möglich, so zum Beispiel das Ausschneiden und Verschieben von Bildteilen, Retuschieren oder übermalen von Bildbereich. Pixlr richtet sich eher an Leute, die schon Erfahrung mit Bildbearbeitung haben. Wem das zu kompliziert ist, der kann Pixlr Express nutzen. Die vereinfachte Webapp bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Filtern und Bearbeiten von Fotos, verzichtet aber auf die fortgeschrittenen Editor-Werkzeuge.
Fotoflexer
Der größte Vorteil von Fotoflexer ist seine übersichtliche und leicht verständliche Benutzeroberfläche, die mit Registerkarten und gut erkennbaren Schaltflächen ausgestattet ist. Neben den üblichen Bildbearbeitungswerkzeugen und einer Vielzahl an Effekten gibt es außerdem eine Funktion für Bildebenen („Layer“), mit der sie fortgeschrittene Bildbearbeitungen umsetzen können.
Fotor
Diese Webapp sammelt unter einer leicht zu bedienenden Benutzeroberfläche fünf unterschiedliche Tools für die Bearbeitung von Fotos. Neben einer klassischen Bildbearbeitung gibt es Module für Collagen, Grußkarten, HDR-Bilder und Selbstporträts. Fotor ist eine relativ einfache App mit einer Einschränkung: Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsschritte müssen gespeichert werden, so dass eine wieder aufhebbare Vorschau auf mehrere Bearbeitungen nicht möglich ist. Die App reicht aber für die meisten Aufgaben bei der Bearbeitung von Bildern aus.
Befunky
Befunky ist eine werbefinanzierte Webapp, die rundherum von Anzeigen umgeben ist - eine etwas gewöhnungsbedürftige Optik. Wer sich am Gezappel und Geflacker nicht stört, erhält hier einen leistungsfähigen Fotoeditor mit selbsterklärender Benutzeroberfläche. Interessant ist die riesige Anzahl an unterschiedlichen Effekten und Filtern. Bei der kostenpflichtigen Premium-Version gibt es noch mehr Effekte, Werbefreiheit und eine Möglichkeit, Bilder im Vollbildmodus zu bearbeiten.
PicMonkey
Auch PicMonkey ist werbebasiert und bietet eine kostenpflichtige Premium-Version mit zusätzlichen Funktionen und Filtern. Doch die Basisversion ist mehr als ausreichend mit Bearbeitungsfunktionen ausgestattet, so dass ein Upgrade zumindest für Gelegenheitsnutzer kaum notwendig ist. Sehr praktisch ist die Möglichkeit, die relativ einfach Ausgabequalität des Bildes zu bestimmen.
Bildquelle: Angela Parszyk / pixelio.de
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