Was ist bei der Auswahl zu beachten?

Die richtige Netzwerk-Monitoring-Software

Vor dem Kauf einer Netzwerk-Monitoring-Lösung sollten einige grundlegende Aspekte bedacht werden, ansonsten verirren sich mittelständische Unternehmen schnell im dichten Dschungel unzähliger Funktionalitäten und undurchsichtiger Lizenzmodelle.

Die IT-Landschaften vieler mittelständischer Betriebe sind mittlerweile so komplex wie die großer Konzerne – allerdings in einem kleineren Umfang. Mittelständler arbeiten oft mit kleinen IT-Teams oder mit nur einem Admin. Hilfswerkzeuge wie eine Netzwerk-Monitoring-Lösung werden daher immer wichtiger. Denn heutzutage basiert der Geschäftserfolg auch auf einer funktionierenden IT-Infrastruktur samt Firmennetzwerk. Denn Engpässe oder Ausfälle beim Datenaustausch können den Erfolg nachhaltig beeinträchtigen, da kritische Prozesse unterbrochen werden. Umso wichtiger ist eine kontinuierliche Server- und Netzwerküberwachung. Mit ihr werden Probleme identifiziert und behoben, bevor ernsthafte Schäden entstehen. Netzwerkmonitoring kann an dieser Stelle dabei helfen, Leistungsengpässe zu vermeiden und die Servicequalität zu fördern.

Bei der Suche nach einer passenden Lösung sollten Mittelständler zunächst festlegen, welche Bereiche ihrer Netzwerkumgebung sie überwachen möchten. Neben der üblichen Überwachung von Firewalls, Switches und Servern bieten aktuelle Monitoringlösungen weitere Optionen, um die gesamte IT im Blick zu haben. Um den Funktionsumfang der einzusetzenden Software vorab definieren zu können, sollte der Verantwortliche alle unternehmenskritischen Komponenten einer gründlichen Analyse unterziehen. Wichtig ist dabei, dass auch kommende Erweiterungen berücksichtigt werden: Ist die Virtualisierung einzelner Bereiche geplant? Soll Voice over IP (VoIP) oder IPV6 eingeführt werden? Oder müssen in absehbarer Zukunft weitere Niederlassungen in das Monitoring einbezogen werden? Ein späterer Umstieg auf eine andere Lösung oder der Einsatz zusätzlicher Tools sind meist teurer und aufwendiger als der Einsatz einer umfassenden Monitoringsoftware von Beginn an.

Künftige Anforderungen berücksichtigen

Moderne Netzwerk-Monitoring-Lösungen erfüllen mittlerweile weit mehr als die bloße Überwachung von Bandbreite und Verfügbarkeit. Es gibt Lösungen zu erschwinglichen Preisen, die dem Admin Daten zu fast allen Vorgängen im Netzwerk liefern können. Sie überwachen und alarmieren nicht nur im Fall von Störungen, sondern sind auch dazu in der Lage, das IT-Team bei auftretenden Problemen aktiv zu unterstützen, indem sie beispielsweise einen Service neu starten oder eine .Exe-Datei auslösen.

Zeitgemäßes Netzwerkmonitoring bietet auch entsprechende Apps für Mobilgeräte an, die es ermöglichen, ortsunabhängig Alarme zu bestätigen oder über Graphen und Karten (Maps) Informationen schnell und übersichtlich von unterwegs einzusehen. Praktisch sind darüber hinaus spezielle „Dashboard“-Großansichten für Tablets und Smart TVs.

Letztlich sind auch die Kosten ein wichtiger Entscheidungsfaktor für die Installation einer Monitoringsoftware. Hier sollten Unternehmen nicht in die Kostenfalle tappen, denn einige Anbieter haben undurchsichtige Lizenzmodelle mit versteckten Kosten. Daher gilt es, nicht nur die reine Basisinstallation zu betrachten, da deren Preis oft keine Rückschlüsse auf die Gesamtkosten zulässt: Das zunächst günstig erscheinende System hat möglicherweise kaum Skalierungsmöglichkeiten. Sollen neue Standorte, Geräte etc. angebunden werden, sind oftmals kostspielige Add-ons und Module nötig. Darüber hinaus sollten sich der Programmieraufwand der Lösung sowie die Dauer der Implementierung in Grenzen halten. Einfach zu konfigurierende Lösungen, die über ein übersichtliches Bedienmenü in deutscher Sprache verfügen, erleichtern die Installation sowie den späteren Betrieb enorm. 

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok