Hohe KI-Budgets reichen nicht aus
Künstliche Intelligenz hat in vielen mittelständischen Unternehmen die Pilotphase verlassen. Mit der wachsenden Nutzung rückt jedoch eine andere Frage in den Vordergrund: Rechnen sich die Investitionen? Der neue „ROI-Kompass für KI im Mittelstand“ von Telekom MMS und mind digital kommt zu dem Ergebnis, dass die Höhe des Budgets allein wenig über den wirtschaftlichen Erfolg aussagt. Entscheidend seien vielmehr der digitale Reifegrad, klar definierte Geschäftsziele und die Einbindung der Systeme in bestehende Prozesse.
Ein zentrales Ergebnis betrifft die digitale Reife. Nach Angaben der Studie lassen sich 37 Prozent des Ertrags aus KI-Investitionen auf Fortschritte bei der digitalen Reife zurückführen und nicht auf zusätzliches Kapital. Zugleich könnten 95 Prozent der Organisationen ihren KI-Erfolg nicht sauber belegen. Der Engpass liege häufig bei der Messmethode. Telekom MMS empfiehlt deshalb, vor dem Start eines Projekts Ausgangswerte, Zielgrößen und Kennzahlen festzulegen. Dazu können etwa Zeitersparnis, Fehlerquote, Prozesskosten oder Umsatzbeitrag gehören.
Der ROI-Kompass ordnet den wirtschaftlichen Nutzen von KI drei Hebeln zu: Effizienz, Leistungsfähigkeit und Wachstum. Aus den ausgewerteten Untersuchungen leitet die Studie mögliche Beiträge von 22 Prozent höherer Produktivität, 20 Prozent höherer Leistungsfähigkeit und 10 Prozent Ergebniswirkung durch neue Erlösmodelle und digitale Dienstleistungen ab. Für einen belastbaren Business Case müssten jedoch auch Aufwendungen für Daten, Integration, Betrieb, Sicherheit, Governance und organisatorische Veränderungen berücksichtigt werden.
Weitere Details bietet der Studienband, der kostenlos heruntergeladen werden kann.
Mit KI-Unterstützung verfasst.
Bild: DC Studio / Magnific