Für Jonas Rieke ist der Mittelstand, was die IT anbelangt, noch nicht umfassend genug gerüstet, um digitale Herausforderungen der heutigen Zeit zu bewältigen.
… das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Um deren Zukunftsfähigkeit zu sichern, bedarf es zuverlässiger Software-Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse des Mittelstands ausgerichtet sind. Aktuell ist der Großteil aller mittelständischen Unternehmen jedoch noch unterdigitalisiert und läuft so Gefahr, nicht wettbewerbsfähig zu bleiben. Das müssen wir für den Erhalt einer gesunden europäischen Wirtschaft ändern.
… er wesentlich flexibler auf veränderte Kunden-, aber auch eigene Bedürfnisse reagieren kann.
… sehr guter Kenntnisse von Arbeitsprozessen und Strukturen im Mittelstand, denn diese unterscheiden sich grundlegend von Prozessen in Konzernen oder Start-ups.
… noch lange nicht umfassend genug gerüstet, um die (digitalen) Herausforderungen unserer heutigen Zeit zu bewältigen. Auch wenn das vergangene Jahr dafür gesorgt hat, dass die Digitale Transformation in den meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen stark beschleunigt wurde, besteht weiterhin noch einiges an Nachholbedarf. So arbeitet beispielsweise ein Großteil der Personalabteilungen in deutschen kleinen und mittelständischen Firmen tatsächlich noch mit Papier und Stift oder Excel-Listen. Dies ist auch in puncto Datensicherheit zunehmend ein großes Problem, das dringend angegangen werden muss.
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… Sales-Tools. In diesem Bereich ist der Mittelstand vergleichsweise gut aufgestellt. Im Personalbereich besteht allerdings noch einiges an Nachholbedarf – insbesondere wenn es um das Hinzuziehen digitaler Lösungen geht.
… sich neue Software-Lösungen in die bestehende Tool-Landschaft einpflegen lassen, um ein einwandfreies Arbeiten zu ermöglichen. Auch integrierte Workflows samt feingranularer Rollen- und Rechtesysteme sind vielen KMUs wichtig. Außerdem sollte neue Software skalierbar sein und natürlich auch die Vorgaben zum Datenschutz nach europäischem Standard einhalten.
… die vielen Insellösungen, d.h., es sind viele verschiedene Systeme im Einsatz, die aber nicht miteinander verknüpft sind und somit separat gepflegt werden müssen. Diese unverbundenen Lösungen stellen z.B. beim Thema „Lohnabrechnung“ eine große Fehlerquelle dar, was aus dieser Perspektive heraus natürlich sehr kritisch zu betrachten ist. Ein weiteres Problem ist, dass die bestehenden Lösungen oft nicht zusammen mit neuen Anforderungen wachsen und sich entsprechend anpassen. Software-as-a-Service-Produkte schaffen in all diesen Punkten Abhilfe und sind gute All-in-one-Lösungen – auch weil sie von den Anbietern kontinuierlich optimiert und aktuell gehalten werden.
… die Einführung von digitalen Tools, die auch offene Schnittstellen zu anderen Lösungen bereitstellen, um an gegebener Stelle einen Datenaustausch ermöglichen zu können. Das würde die angesprochenen Schwierigkeiten um ein erhebliches Maß minimieren. Grundsätzlich sind SaaS-Lösungen sicherlich die optimale Wahl.
… bei der Implementierung grundlegender digitaler Tools, um die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit zu entlasten und Freiräume für strategische Aufgaben zu schaffen. Das beobachte ich natürlich insbesondere in den Personalabteilungen tagtäglich. Gerade der Mittelstand verfügt meist über begrenzte HR-Ressourcen, sieht sich aber gleichzeitig großen Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel gegenübergestellt. Hier können digitale Tools ganz klar zum Business Enabler werden, indem sie nicht nur den generellen Verwaltungsaufwand in HR-Abteilungen reduzieren, sondern auch – wo immer möglich – Prozesse verschlanken. Die Digitalisierung des Personalwesens verschafft den „Personalern“ damit letztendlich mehr Zeit für die wichtigen wertschöpfenden Tätigkeiten und die Interaktion mit ihren Mitarbeitenden.
… einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Trotz der aktuellen Situation konnte Personio 2020 sowohl den Umsatz als auch die Anzahl der Kunden und Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln. Die Vorteile digitaler Personalprozesse sind im Mittelstand und damit bei unseren Kunden angekommen.
… betrug ca. 70 Prozent. Das ist unsere Hauptzielgruppe. Die restlichen 30 Prozent machen kleinere Unternehmen ab zehn Mitarbeitenden aus.
Name: Jonas Rieke
Alter: 30 Jahre
Familienstand: ledig
Ausbildung: Studium der Betriebswirtschaftslehre in München und Berkeley, Technology-Management-Studium am CDTM in München
Beruflicher Werdegang: Im Investment Management bei Project A, unterschiedliche Tätigkeiten im Business Development Derzeitige Position:
Chief Operations Officer bei Personio
Bildquelle: Personio