Zielgruppengerichtete Werbung vor Videoclips erhöht signifikant die Conversion Rate.
Wie sich E-Commerce festigen und ausbauen lässt, verdeutlicht das Beispiel des Software-as-a-Service-Unternehmens Shopify. Ein Blick in die Quartalszahlen verrät, dass sich die Anzahl der Shops nahezu verdoppelt hat. Auffällig ist, dass etwa 50 Prozent der Unternehmen mit einer kostenlosen 90-Tage-Testphase starteten, um das neue und digitale Geschäftsfeld auszuprobieren. Jetzt ist es an der Zeit, diese ersten Versuche auf solide Beine zu stellen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Lösung gewählt wurde. Eine Betrachtung der Daten wie Umsätze, Nutzer, Conversion Rate etc. geben Aufschluss, ob sich das Investment in eine eigene und besser angepasste Lösung lohnt. Hierauf spezialisierte Anbieter stehen Mittelständlern an dieser Stelle beratend zur Seite. Entscheidend sind vor allem die Skalierbarkeit sowie die Automatisierung. Diese Betrachtung wird umso wichtiger, wenn man über Multichannel-Commerce nachdenkt.
Nicht nur im E-Commerce, sondern insbesondere im digitalen Marketing ist der Multichannel-Ansatz unverzichtbar. Durch die Vervielfachung von Anbietern und Kanälen müssen Unternehmen ihr Angebot breiter zur Verfügung stellen, um sichtbar zu bleiben. App, Web, Mobile, Marktplätze und Social Media bilden hier nur die Spitze des Eisbergs. Dies kann nur durch Unterstützung geeigneter Werkzeuge effizient erfolgen, wie z.B. das sogenannte Headless-Commerce, bei dem hauptsächlich über Datenschnittstellen (APIs) kommuniziert wird. Weiterhin wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine Rolle spielen, um Texte – je nach Medium – automatisch zu kürzen oder Bilder passend zu beschneiden.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Dieser Trend zahlt gleich auf zwei Ziele ein: die Kunden besser zu verstehen und die Customer Journey zu verbessern, um die Umsätze zu erhöhen. Dafür braucht es eine Strategie und messbare Ziele sowie Analyse- und Messwerkzeuge. Was im ersten Moment aufwendig klingt, lässt sich in der „As a service“-Welt schnell und ohne hohe Investitionskosten umsetzen. Für die Definition der KPIs bedarf es zwar ein paar Tage konzentrierter Arbeit, das Ergebnis lohnt sich aber, wenn man es in ein visuelles Dashboard überführt. Über Tag-Management-Software lassen sich dann die nötigen Messwerkzeuge auf die eigenen Plattformen wie Shop und Website bringen. Für die Analyse finden sich zahlreiche, teils kostenlose Anbieter. Wichtig bei der Auswahl ist ein offenes Ökosystem an Integrationen, sodass Daten automatisch von verschiedenen Systemen genutzt werden können.
Die anhaltenden Kontaktbeschränkungen haben zu neuen Erwartungshaltungen und Verhaltensweisen der Konsumenten geführt. Video ist das Thema 2020 gewesen und wird 2021 seine Fortsetzung finden. Als Indikator seien hier der Zuwachs bei Zoom (30 mal mehr Meeting-Teilnehmer als im Vorjahr) und Youtube (zwei Milliarden registrierte Nutzer) angeführt. Der Mittelstand mit zum Teil sehr erklärungsbedürftigen Produkten, tut gut daran, in dieses Medium zu investieren. Aber auch ohne eigene Videoinhalte können KMUs von diesem anhaltenden Trend profitieren: durch das Schalten von zielgruppengerichteter Werbung vor Videoclips. Die Statistik zeigt, dass diese Methode zu einer Verdopplung der Conversion Rate führt.
Die Digitalisierung wird weiter voranschreiten und bietet Unternehmen ungeahnte Möglichkeiten, sich selbst und das eigene Produkt bzw. die eigene Dienstleistung zu vermarkten. Aus diesem Grund sollten gerade Mittelständler mutig in digitale Marketingmaßnahmen investieren, empfiehlt der Anbieter AOE.
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