Es kursieren nach wie vor falsche Vorstellungen von Cloud-Sicherheit bei KMUs. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))
Chris Schlaeger arbeitet seit über zehn Jahren im Dresdner Development Center von Amazon. ((Bildquelle: AWS))
Auch viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) migrieren ihre Daten in die Cloud, um bessere Erkenntnisse zu gewinnen, leichter zu skalieren, effizienter zusammenzuarbeiten und IT-Kosten einzusparen. Das Thema „Sicherheit“ spielt dabei allerdings oft eine untergeordnete Rolle – ein Fehler angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Komplexität von Cyberangriffen auf KMUs. Grund dafür sind auch drei häufige Missverständnisse:
Unternehmen haben viele Prioritäten – von der Finanzierung über Recruiting und Mitarbeiterbindung bis hin zu neuen Technologien zur Produktivitätssteigerung. Sie wollen in Bereiche investieren, die zum Gewinn beitragen. Das Thema „Sicherheit“ gilt oft als reiner Kostenfaktor. Wie eine Umfrage von Amazon Web Services (AWS) unter mehr als 800 C-Levels, VPs und Geschäftsführern von KMU weltweit zum Thema „Datensicherheit“ zeigt, hat es für 35 Prozent der Teilnehmer keine strategische Priorität. Bei 41 Prozent gab es bislang keine Sicherheitsschulungen, und nur 43 Prozent planen diese für die nächsten zwölf Monate. Die Sicherheit eines Unternehmens wirkt sich jedoch direkt auf dessen Erfolg aus. Cloud-Lösungen helfen, sich vor unerwarteten Zwischenfällen zu schützen, Risiken zu minimieren und Ausfälle zu vermeiden. Und das wiederum fördert das Wachstum und das Vertrauen der Kunden. Mit der Cloud können auch KMU mit begrenzten Budgets für ein hohes Maß an Sicherheit sorgen.
On-Premises-Lösungen gelten vielerorts als die sicherere Wahl. Auch in der Umfrage äußerte die Hälfte der Befragten Bedenken bezüglich der Sicherheit der Cloud. Faktisch bietet die Cloud jedoch mehr Flexibilität und Skalierbarkeit, einen umfassenden Schutz der Infrastruktur sowie automatisierte Sicherheitsprüfungen. Die Cloud unterstützt bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Sicherheit, Identität und Compliance als wichtige Geschäftsfaktoren. Dadurch können sich KMU auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.
30 Prozent der Befragten haben Probleme, ihre Anforderungen an Sicherheit und Compliance zu erfüllen. Und 40 Prozent gaben an, der Mangel an qualifiziertem Personal halte sie von entsprechenden Investitionen ab. Unternehmen müssen jedoch nicht ihre Budgets aufstocken, um die Sicherheit in der Cloud zu verwalten. Im Gegenteil: Diese Aufgabe ist On-Premises wesentlich zeitaufwändiger, da dabei viele manuelle und isolierte Prozesse anfallen. In der Cloud hingegen lassen sich Abläufe vollständig automatisieren – etwa die Erkennung von Bedrohungen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2024. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Die Verantwortlichen erhalten einen ganzheitlichen Blick auf die Unternehmenssicherheit und können proaktiv handeln. Zudem sind in der Cloud wichtige Ressourcen durch Multifaktor-Authentifizierung und rollenbasierte Zugriffskontrollen geschützt. Und: Unternehmen können sicher skalieren, wenn sich Geschäftsanforderungen oder Branchenvorschriften ändern. Beim Softwareanbieter Weetrust beispielsweise sorgt ein 50-köpfiges, remote arbeitendes Team für die Sicherheit. Die gesamte Security-Infrastruktur ist in der Cloud aufgebaut. Dadurch konnte das Unternehmen vom ersten Tag an sicher skalieren und mehr als 20 Arbeitsstunden pro Monat einsparen. Und der Finanzdienstleister Wallester hat sein Wachstum mithilfe von Cloud-basierter Sicherheit gegenüber dem Vorjahr verfünffacht und konnte in mehrere Regionen expandieren, ohne die Betriebskosten zu erhöhen.