Die Ladezeit und damit die Performance einer Website sind für Kunden besonders wichtig.
Weltweit wird jährlich etwa ein Drittel aller produzierten Lebensmittel verschwendet, rund zwölf Millionen Tonnen allein in Deutschland. Da 25 Prozent aller CO2-Emissionen durch die Lebensmittelproduktion verursacht werden, ist die Lebensmittelverschwendung für ca. acht bis zehn Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Der stationäre Handel erhöht diesen Ausstoß mit einem Anteil von vier Prozent. Die Gründe für die Entsorgung reichen von nicht erfüllten Normanforderungen über falsch bedruckte Etiketten bis hin zu nahenden Verfallsdaten. Werden bestimmte Bedingungen nicht erfüllt, wandern Lebensmittel, die durchaus (noch) genießbar wären, in die Tonne. Der E-Commerce bietet hier enormes Potenzial, da der Online-Verkauf von Produkten anderen Anforderungen unterliegt. Zum Beispiel ermöglichen eine zentrale Lagerung und Distribution die volle Kontrolle über die Lieferkette. Außerdem spielt ein volles Ladenregal im E-Commerce eine untergeordnete Rolle, ebenso wie die Anordnung der Produkte. Der Online-Handel kann etwa Lebensmittelproduzenten Überbestände abkaufen, um sie online weiterzuverkaufen. Kaufen Konsumenten die vergünstigten überschüssigen Produkte, profitieren Umwelt und Geldbeutel. Im Non-Food-Bereich hat der E-Commerce aktuellen Studien zufolge sogar eine bessere Klimabilanz als der stationäre Handel. Demnach verursacht der Kauf eines Buchs im Ladengeschäft im Schnitt das 1,6-Fache des CO2-Ausstoßes im Vergleich zum Online-Shop, bei Modeartikeln ist es gar das 2,9-Fache.
Zwar steht der Online-Handel in der Kritik, nicht sehr umweltfreundlich zu sein, u.a. durch Verpackungsmüll, Luftverschmutzung und Zustellfahrzeuge. Tatsächlich macht der Transport aber „nur“ ca. fünf Prozent des gesamten CO2-Fußabdrucks von Lebensmitteln aus. Der Kauf von geretteten Lebensmitteln schadet dem Klima daher nicht zusätzlich. Sie wegzuwerfen, hat weitaus negativere Auswirkungen auf die Umwelt. Dennoch sollte der Verpackungsmüll so gering wie möglich gehalten werden. Passgenaue Verpackungsformen, umweltfreundliches Verpackungsmaterial, Mehrwegverpackungen oder recycelbares Material sind hier zu empfehlen. Ebenso sollte der Transport klimafreundlich erfolgen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Will man Kunden mit dem eigenen E-Commerce-Angebot nachhaltig überzeugen, sollte es sich an ihren Bedürfnissen orientieren und eine ansprechende Customer Journey bieten. Heute wird von einem Online-Shop erwartet, dass er jederzeit schnell und fehlerfrei funktioniert. Die Ladezeit und damit die Performance der Webseite sind dabei besonders wichtig. Der Webshop sollte zudem übersichtlich angelegt sein und eine einfache Bestellung ermöglichen. Wichtig ist auch, dass verschiedene Bezahlmethoden angeboten werden und der Versand schnell und unkompliziert erfolgt. So sind zu hohe Versandkosten sowie die fehlende präferierte Zahlungsmethode die beiden Hauptgründe für Warenkorbabbrüche. Um den Webshop optimal an die Kundenbedürfnisse anzupassen, ist es ratsam, regelmäßig Kundenfeedback einzuholen und A/B- sowie Realtests bei ausgewählten Kunden durchzuführen. Neben einem interaktiven digitalen Kundenservice über verschiedene Kanäle ist es ratsam, ein nachhaltiges Community Management zu betreiben und sich so nicht nur einen Kundenstamm, sondern eine Gemeinschaft aufzubauen. Der Online-Supermarkt Motatos hat z.B. eine humorvolle und lebendige Community in den sozialen Medien, die sich mit Themen rund um Lebensmittel, Ernährung und Kochen beschäftigt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Online-Handel dazu beitragen kann, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und wertvolle Ressourcen zu sparen. Wichtig für den Erfolg eines Lebensmittel-Online-Shops sind ein bedarfsorientierter, attraktiver Webshop, eine enge Kommunikation mit den Kunden und ein umweltfreundliches Lager-, Verpackungs- und Versandkonzept.
Bildquelle: Motatos