Im Zuge der EU-DSGVO gilt es, hohe Qualitätsstandards beim E-Mail-Marketing zu erfüllen.
„Die Grundlage jeder E-Mail ist die explizite, konkrete und freiwillige Zustimmung des Empfängers, diese Nachricht auch zu erhalten“, formuliert Rechtsanwalt Dr. Jens Eckhardt im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Summit einen wichtigen Grundsatz der DSGVO. Die daraus resultierenden neuen Anforderungen sorgten für reichlich Gesprächsbedarf bei den Teilnehmern aus 19 Nationen. Schließlich ist es für die Digitalwirtschaft von grundlegender Bedeutung, E-Mail-Marketing auch künftig rechtssicher und ohne hohe Bußgeldrisiken zu betreiben.
Ein erster Schritt dazu ist eine lückenlose Dokumentation. „Unternehmen sollten anhand von Unterlagen nachweisen können, dass sie personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO verarbeiten“, so Eckhardt. Auf der sicheren Seite sind Versender mit der CSA-Zertifizierung, da diese alle Anforderungen der DSGVO erfülle.
Doch für erfolgreiches E-Mail-Marketing reicht es nicht, die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Wichtig sind eine vertrauensvolle persönliche Kundenkommunikation und relevante Inhalte. In diesem Zusammenhang stellte Thede Loder, Senior Director von Agari Data, die Vorteile von Branded Indicators for Message Identification (BIMI) vor. Damit erscheint im Posteingang des Empfängers ein Logo des versendenden Unternehmens. So bestehen keine Zweifel mehr über den Absender, was Cyberkriminellen Phishing-Attacken erschweren soll.
Best-Practise-Beispiele präsentierten Carmen Piciorus, technische Expertin bei La Post, und Steve Jones, Senior Software Engineer im Postmaster Team von Linkedin. Beide sprachen über die Themen E-Mail-Authentifizierung mit SPF, DKIM und DMARC, über IP- und Domain-Reputation sowie die Notwendigkeit, Kampagnen von China bis Europa an lokale oder regionale Gegebenheiten und Rechtsrahmen anzupassen.
Christian Hanke, Creative Director und Partner der Agentur Edenspiekermann, gab Tipps für ein besseres E-Mail-Marketing auf mobilen Geräten: „Immer mehr Menschen lesen E-Mails auf ihrem Smartphone und damit im persönlichen Kontext“, sagt er. „Die richtige Ansprache, Inhalte, die den Empfänger wirklich interessieren, und eine übersichtliche Darstellung auf allen Devices bieten große Chancen, die viele Markenartikler bislang nur zum Teil nutzen.“
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