Finanzierung gesichert: Mit dem Sovereign Cloud Stack (SCS) geht es weiter
Der Sovereign Cloud Stack (SCS) stellt alle Cloud-technologischen Grundlagen zur Verwirklichung digitaler Souveränität und zur Umsetzung von Open-Source-Strategien bereit und gibt Nutzerinnen und Nutzern die Kontrolle über ihre Daten. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte und von der Open Source Business Alliance (OSBA) durchgeführte Forschungsprojekt endet wie geplant am 31.12.2024. Für die nachhaltige Absicherung der zentralen Ergebnisse und die Weiterentwicklung der Standards haben die OSBA und bisher 14 ihrer Mitgliedsunternehmen bereits gesorgt.
Der Sovereign Cloud Stack wird auch nach der Projektphase, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit rund 13,2 Millionen Euro finanziert hat, professionell weiterentwickelt und dem Cloud-Markt zur Verfügung stehen. Die OSBA und bisher 14 Mitgliedsunternehmen des Verbands gründen zum 01.01.2025 das Forum SCS-Standards. Dieser Zusammenschluss innerhalb der OSBA wird die Standards und Zertifizierungen sowie deren jeweilige Weiterentwicklungen zukünftig verantworten. Damit wird auch in Zukunft die Qualitätssicherung nachhaltig abgesichert. So können alle Nutzer des Sovereign Cloud Stack einschließlich des gesamten Ökosystems um SCS herum sicher sein, eine zukunftsfähige Cloudtechnologie zu verwenden.
„In der IT-Industrie steht der SCS für Qualität, Transparenz, Interoperabilität und Wechselfähigkeit. Um diese Werte zu schützen, wird ein wesentlicher Kern, nämlich das Thema Standardisierung und Zertifizierung, im neu zu gründenden Forum SCS-Standards fortgesetzt.“, erläutert Peter Ganten, Vorstandsvorsitzender der OSBA. - „SCS muss auch ohne staatliche Förderungen weiterentwickelt werden. Denn wenn es uns gelingt, die Marktbedingungen zu verbessern und durch gemeinsame Standards die Angebote verschiedener Cloud-Service-Provider interoperabel und föderierbar zu gestalten, dann wird die deutsche und europäische Cloudwirtschaft insgesamt gewinnen und langfristig erfolgreich sein. Deshalb engagieren sich unsere Unternehmen mit Zeit und Geld.“, erläutert einer der beiden Interimssprecher des Forums, Marius Feldmann von Cloud&Heat Technologies.
Insgesamt haben die bisher 14 Unternehmen zusammen ein Jahresbudget von 257.000 Euro gestellt. Und das ist noch nicht alles: Weitere Unternehmen haben bereits Interesse bekundet, die Idee von SCS und den gemeinsamen Standards zu unterstützen. Die Gründungsmitglieder arbeiten bereits jetzt, zweieinhalb Monate vor der offiziellen Gründung intensiv zusammen. Die Gründungsmitglieder sind Cloud-Service-Provider, Rechenzentren, Integratoren, Entwickler, Sicherheits- und Schulungsexperten. „Unser Anspruch ist es, am 01.01.2025 die Ergebnisse zum Thema SCS-Standards aus dem SCS-Projekt zu übernehmen und dann vollständig arbeitsfähig zu sein. Wir wollen ab 2025 Zertifizierungen durchführen können und die Unternehmen auszeichnen, die die anspruchsvollen Vorgaben bezüglich der SCS-Standards erfüllen.“, erläutert der zweite Interimssprecher des Forums, Ralph Dehner von B1 Systems.
Weitere Informationen gibt es auf der Website der OSB-Alliance.
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