Simone Schiffgens, Vorstand Vertrieb, Finanzen und HR
Besonders positiv gestaltete sich nach Firmenangaben die Entwicklung im Auftragseingang; hier weist die ams Solution AG (Deutschland) mit 19,5 Prozent den stärksten Zuwachs seit 2017 auf. Die ams ERP Solution GmbH (Österreich) erreichte mit 15 Prozent ebenfalls ein beträchtliches Umsatzplus. Diese guten Ergebnisse trugen entscheidend dazu bei, dass die Unternehmen auch im zweiten Jahr der Pandemie ohne Corona-bedingte Maßnahmen wie Kurzarbeit oder die Inanspruchnahme von Fremdkapital auskamen.
In Deutschland konnten 16 Neukunden hinzugewonnen werden, heißt es; sie hätten für ein Umsatzvolumen von 5,5 Mio. Euro gesorgt. Dadurch maßgeblich beeinflusst ergab sich auch ein Anstieg im Bereich der Eigenlizenzen um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Bestandskundengeschäft wuchs in demselben Zeitraum gar um 137 Prozent. Das liegt laut Simone Schiffgens, Vorstand Vertrieb, Finanzen und HR, in erster Linie daran, dass viele Anwender derzeit intensiv dabei seien, zusätzliche Unternehmensbereiche und -prozesse zu modernisieren.
„Speziell vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Pandemie registrieren wir wachsende Bestrebungen unserer Kunden, sich mit unserer Unterstützung technologisch und organisatorisch weiterzuentwickeln und ihre Abläufe durchgängig zu digitalisieren“, beobachtet Schiffgens und fügt hinzu, „dass die hinzukommenden Anforderungen im Bestandsgeschäft inzwischen meist schnell Projektcharakter erreichen.“
Die auf Bestands- und Neukunden gleichermaßen verteilte Auslastung in der Beratung und Programmierung trug entscheidend dazu bei, dass das Betriebsergebnis in Deutschland auf knapp 2,8 Mio. Euro (EBIT) wuchs. Darüber hinaus konnte die Eigenkapitalrendite verdoppelt werden. Geplant sei nun, die derzeit 223 Köpfe starke Belegschaft weiter aufzustocken, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Beratung und Entwicklung. Der Fokus bleibe dabei weiterhin ausschließlich auf den Zielmarkt der Losgröße 1+ gerichtet.
„Von den Top-40 Maschinenbauern im deutschsprachigen Raum versorgen wir heute bereits elf mit unserer Software“, sagt Schiffgens. Diese gute Quote sei aber auch Ansporn, „noch mehr Interessenten von den speziellen Vorteilen unserer Software und Beratungsleistung zu überzeugen“. Um die wachsenden Anforderungen der Kunden in diesem Zielmarkt auch künftig zu erfüllen, soll die Entwicklung der Software in Richtung Webfähigkeit und „moderner Usability“ vorangetrieben werden. Zudem sei mit dem Freiburger Rechenzentrumsbetreiber Continum ein Partner hinzugewonnen worden, der alle Vorgaben für einen sicheren und datenschutzkonformen externen IT-Betrieb erfülle, heißt es in der Pressemitteilung. Damit sei man in der Lage, das für die jeweiligen Kunden passende Software-Bezugsmodell anzubieten – sei es On-Premises, Hosting, Private Cloud oder ein Mischbetrieb.
Bildquelle: ams Solution AG