Die Maschinenhalle: Hees + Peters führt ein sehr umfangreiches Sortiment an Holzbearbeitungsmaschinen, für deren Präsentation in Trier ein eigener Bereich zur Verfügung steht.
Das Handelshaus Hees + Peters beschäftigt in Trier 156 Mitarbeiter. Mit seiner umfassenden Produktpalette von Werkzeugen und Beschlägen über Holzbearbeitungsmaschinen bis hin zu Bauelementen und Arbeitsschutz sowie Forst und Garten erreicht es einen großen Kundenkreis, dessen Schwerpunkt im Handwerk liegt. Die breite Produktpalette präsentiert das Unternehmen mit einer Vielzahl von Ausstellungsstücken und Markenwelten auf 4.300 Quadratmetern. Die Kunden kommen aus Deutschland und aus dem benachbarten Ausland.
Nachdem die zuletzt verwendete Warenwirtschafts-Software nicht mehr Update-fähig war, informierte sich das Unternehmen über mögliche Nachfolgelösungen. Im Auswahlprozess setzte sich Enventa ERP von Nissen & Velten durch. Seit zwei Jahren arbeitet das Unternehmen mit dem neuen Enterprise-Resource-Planning-System (ERP). Als angenehm empfinden die 100 Anwender Breite und Flexibilität der Schnittstellen zu Kunden und Lieferanten. Ein Beispiel ist etwa die Schnittstelle zum Rollladenproduzenten Roma. Hier können die Sachbearbeiter aus der Artikelgruppe im ERP-System den Konfigurator des Herstellers aufrufen und dort Merkmale und Ausführung der Rollladenelemente erfassen. Dann werden die Preise direkt zurück in das ERP-System übertragen.
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Entsprechend lassen sich Angebote ohne Medienbrüche erstellen oder Bestellungen auslösen. Das sei eine große Erleichterung im Tagesgeschäft, berichtet Ellen Scherf, die als Bereichsleiterin IT und Logistik bei Hees + Peters das ERP-Projekt im Unternehmen koordinierte. In der Vergangenheit habe man Preise der Rollläden noch händisch berechnet und als PDF per E-Mail versendet. Eine ähnliche Lösung ist aktuell auch für Hörmann-Tore in der Planung – auch mit dem Ziel, dass zukünftig kein Prozess mehr neben dem ERP-System herläuft und doppelt erfasst werden muss.
Im Rahmen eines zweiten Teilprojekts führte Hees + Peters noch das Lagerverwaltungssystem (LVS) des ERP-Herstellers im Unternehmen ein. Mit ihm wird das klassische Lager ebenso abdeckt wie die Lagerplätze im Ladengeschäft. Das neue LVS führt die Logistikfachkräfte in Kombination mit Scannern sicher zu den nun dynamisch vergebenen Lagerplätzen. Zur Belieferung der Kunden wird sowohl die Tourendisposition des ERP-Systems als auch eine per Schnittstelle verknüpfte externe Tourenplanungslösung eingesetzt. Aktuell sind fünf eigene Lkws und zwei Transporter des Unternehmens für die Kunden unterwegs. Im E-Commerce arbeiten die Trierer mit der Webshop-Lösung der Verbundgruppe EDE, die an das ERP-System angebunden worden ist. Das aktive Marketing des Webshops hat einen rasanten Anstieg des E-Commerce-Umsatzanteils auf 17 Prozent bewirkt.
Als sehr nützlich wird die Cockpit-Funktion von den Anwendern im Unternehmen empfunden. Sie erlaubt es jedem Mitarbeiter, sich die für ihn relevanten Informationselemente individuell zusammenzustellen und auf dem Startbildschirm der Software jeden Tag aktuell zu verfolgen. Momentan plant man im Unternehmen, das Nachrichtenelement des Cockpits zur umfassenden Information der Mitarbeiter zu verwenden und damit Teile der internen Kommunikation zu automatisieren. Geschäftsführer Michael Lehnen: „Wir wachsen und wir digitalisieren unsere Prozesse. Unser ERP-System ist dabei nicht nur eine Warenwirtschaft, sondern das Führungsinstrument unseres Unternehmens.“
Branche: Technischer Fachgroßhandel
Gründungsjahr: 1948
Hauptsitz: Trier
Mitarbeiter: 156
Bildquelle: Hees + Peters