Die Zukunft des Recruitings

Erst Automatisierung, dann KI

Künstliche Intelligenz bietet schier unendliche Möglichkeiten für alle Wirtschaftsbereiche – auch für das Recruiting. Doch bei allen Zukunftsträumereien, die mit der selbst denkenden Technologie verbunden sind, dürfen Personaldienstleister nicht das Hier und Jetzt vergessen und die Automatisierung verschlafen.

KI im Recruiting

Im Recruiting kann KI vieles leisten: Sie vernetzt etwa Geschäftsabläufe und bietet so ein höheres Maß an Genauigkeit und Geschwindigkeit.

Sie kann texten und extrem gut rechnen. Sie verbessert Prozesse, stellt Diagnosen und arbeitet lösungsorientiert. „Sie“ ist eine Technologie, die in Zukunft alle Lebensbereiche beeinflussen wird: Künstliche Intelligenz (KI). Anders als klassische Software ist KI in der Lage, eigenständig zu lernen und das gewonnene Wissen auf Aufgaben zu übertragen.

Im Recruiting kann KI vieles leisten: Sie vernetzt Geschäftsabläufe, verbessert Lern- und Entscheidungsprozesse, erkennt Trends und Datenmuster und ermöglicht es, entsprechend zu handeln. Sie stellt die nötigen Informationen bereit, um Investitionen zu tätigen. Es dürfte wenig überraschen, dass Personaldienstleister, die sich für Technologien wie KI entscheiden, schon bald einen Wettbewerbsvorteil haben werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 09/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Bei all diesen Vorteilen muss jedoch erwähnt werden, dass KI noch kein Tool ist, das man einschalten und unbekümmert für sich arbeiten lassen kann. KI ist zwar in der Lage, eigenständig zu lernen, doch jeder Schritt erfolgt auf Basis des ihr zugrundeliegenden, von Menschenhand programmierten Algorithmus. Um von ihr zu profitieren, muss man sie erziehen, füttern und pflegen. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass sie die „Spielregeln“ kennt und sie im Auge behalten, um Abweichungen zu erkennen und schnell zu reagieren. Nur so bleibt die Programmierung auf Kurs.
 
Um KI schon heute wirksam im Recruiting einzusetzen, bedarf es Zeit, Investitionsbereitschaft und fähigen Personals. Ressourcen, die nicht immer zur Verfügung stehen und deren Einsatz sorgfältig geplant werden muss. Allerdings ist es auch gefährlich abzuwarten, bis nötiges Budget vorhanden ist oder KI einen weiteren Sprung in Richtung Selbstständigkeit gemacht hat. Denn niemand, der in der Personalvermittlung tätig ist, kann es sich leisten, das Tempo zu drosseln und seine Kunden warten zu lassen, nur weil eine neue, revolutionäre Technologie am Horizont steht.

Die Vorteile von Automatisierung im Recruiting

Doch was können Personaldienstleister heute unternehmen, um KI langfristig zu implementieren, aber auch kurz- und mittelfristig erfolgreich zu sein? Es darf nicht übersehen werden, dass Prozesse auch ohne ihren Einsatz optimiert werden können – und zwar mithilfe von Automatisierung. Sie kann Personaldienstleister bei der Datenbereinigung unterstützen, denn ein automatisiertes System benachrichtigt Recruiter gezielt, wenn sie Kandidaten kontaktieren oder Leads weiterverfolgen sollten. Möglich ist dazu auch die Nutzung einer Recruiting-Software, wie sie etwa das Unternehmen Bullhorn anbietet. So blockieren schlechte oder fehlende Daten nicht länger den Vermittlungsprozess. Zudem wird die Produktivität gesteigert, indem Teams wissen, wann die Verträge ihrer Kandidaten auslaufen und passende Positionen frei werden.

Um kurz- und langfristigen Erfolg im Recruiting-Prozess zu garantieren, ist es sinnvoll, eine zweistufige Strategie zu implementieren, die am Ende das volle Potenzial von KI ausschöpft: Automatisierung. Auch wenn KI schon in greifbarer Nähe ist und ihr Einsatz verlockend klingt, sollten Personaldienstleister nichts überstürzen. Zunächst müssen alle Voraussetzungen geklärt, die richtigen Partner gefunden und eine Strategie etabliert werden – auch beim Thema Ethik.

Zu diesem Prozess zählt auch, dass andere Technologien in Betracht gezogen werden, die Abläufe unmittelbar automatisieren und damit optimieren. Unternehmen können es sich nicht leisten, bei der Digitalisierung auf der Stelle zu treten und auf das „Next Big Thing“ zu warten. Sie müssen jetzt in die Infrastruktur der Zukunft investieren. Mit Automatisierung stellen sie die Weichen für den Einsatz von KI und sorgen schon heute dafür, dass der gesamte Recruiting-Prozess schneller, reibungsloser und persönlicher wird.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok