Für die Cebit 2018, die erstmals im Juni stattfinden soll, sei die inhaltliche Ausgestaltungsphase abgeschlossen. Nun werde das um Festival- und Talkshow-Elemente erweiterte Konzept umgesetzt, sagte Messe-Chef Oliver Frese der Deutschen Presse-Agentur. Auf die Neuausrichtung gebe es überwiegend positive Reaktionen.
«Wir haben schon die ersten tausend Tickets verkauft, ohne dass wir richtig in die Werbung gegangen sind», sagte Frese.
Auch bei Ausstellern komme das neue Format gut an: «Es ist, als ob wir einen Knoten gelöst haben, als wenn die Digitalindustrie nur darauf gewartet hätte, dass wir mit der Cebit den Schritt nach vorne machen.»
„Die Digitalisierung verändert mit innovativer Technologie die Unternehmen, das gesamte Wirtschaftsgefüge, das Nutzerverhalten und gleichzeitig die Art und Weise, wie wir zusammenleben. Diese unterschiedlichen Perspektiven bilden die Leitidee für die neue Cebit“, sagte Frese. „Nur die Cebit mit ihrer Geschichte und ihrer tiefen Verwurzelung in der digitalen Wirtschaft kann diese Elemente glaubhaft zusammenführen.“
Die gesamte IT-Messe wird auf dem Gelände in neue Hallen umziehen, so dass auch die Aussteller ihre Auftritte auf eine neue Basis stellen müssen. Im Zentrum des neuen vierstufigen Konzepts steht eine Art Campus unter dem Expo-Dach («d!campus»), der Digitalisierung und Kultur vereinen soll.
Die bisherigen Konferenzen werden im neuen Talkshow-Format («d'talk») aufgehen und Querdenkern, Visionären und Experten eine Plattform bieten. Das Kernelement («d!conomy») dient der Geschäftsanbahnung und der neuen Technologie-Präsentation, ein weiteres präsentiert Forschung und junge Unternehmen («d!tec»).
Die neue Cebit besteht aus vier Elementen:
Die Öffnungszeiten werden um eine Stunde nach hinten verschoben, künftig läuft die Messe von 10.00 bis 19.00 Uhr; das Gelände wird aber bis 23 Uhr fürs Abendprogramm geöffnet bleiben.
Die Cebit beginnt am Montag, 11. Juni, mit einem Tag für Politik und Medien. „Die Herausforderungen der Politik in Deutschland und Europa werden in verschiedenen Formaten dabei im Mittelpunkt stehen. Die Welcome Night mit hochrangiger politischer Besetzung als dem In- und Ausland wird den Auftakt geben für die drei folgenden Business-Tage auf dem Messegelände", so Frese.
Separate Tickets für die bisherige Konferenz-Serie soll es nicht mehr geben. Frese: «Es wird keine Tages-, sondern nur noch Dauertickets geben.» Allerdings gibt es für den Freitag («Digital Friday») ein Publikums-Ticket, das eine breite, technikbegeisterte Öffentlichkeit ansprechen soll.
Bis zum 15. August 2017 gibt es für die CEBIT noch die Discover-Tickets zum reduzierten Preis von 25 Euro. Die Tickets beinhalten den Eintritt zu Expo, Konferenz und dem Rahmenprogramm im d!campus. Nach dem 15. August werden die Preise stufenweise steigen.
Tickets für die CEBIT 2018 gibt es unter www.cebit.de.
In diesem Jahr waren über 3000 Aussteller aus 70 Ländern gekommen - Frese erwartet mit dem neuen Konzept mindestens einen Gleichstand. Seit 1986 fand die Cebit jährlich im Frühjahr vier Wochen vor der größeren Hannover Messe statt, aus der sie einst als eigenständige Veranstaltung hervorgegangen war.
Ursprünglich mal eine Abkürzung für «Centrum der Büro- und Informationstechnik», schreibt sich die Cebit selbst künftig durchgehend in Großbuchstaben. Sie findet vom 11. bis 15. Juni 2018 statt und soll auch wieder stärker für Privatbesucher geöffnet werden. In den vergangenen Jahren hatte sie sich von einer Computerschau zu einer reinen Fachmesse für Geschäftsprozesse gewandelt - sie versteht sich heute als Leitmesse der Digitalisierung.
Mit Material der dpa/rs
Bildquelle: Cebit