Forscher schaffen das bisher Unmögliche

Erste Schritte in das Quanteninternet

Quanteninformation übertragen, speichern und abrufen - das ist eine der schwierigsten Aufgaben im Quantum Computing. Eine Londoner Forschungsgruppe hat sie gelöst.

Quantencomputer

Könnte bald Wirklichkeit werden: Der Quantencomputer

Eine Forschungsgruppe um die Physikerin Sarah Thomas vom Imperial College London hat es geschafft, Quanteninformation zu übertragen, zu speichern und wieder abzurufen. Das könnte einem künftigen Quanteninternet, aber auch Quantencomputern zugutekommen.

Der Bau von Quantencomputern ist aufwendig, so dass viele Forscher auf Modularität setzen. Dafür jedoch müssen sie in der Lage sein, die Quanteninformationen ungestört von einem Modul auf ein anderes zu übertragen. Außerdem wird eine Übertragung allein nicht genügen: Quanteninformationen müssen zumindest kurzzeitig zwischengespeichert werden. Und all das muss geschehen, ohne dass die Quantenzustände gestört werden.

Das Team um Sarah Thomas hat nun eine praktrische Umsetzung gefunden. In einem Experiment haben die Forschenden verschränkte Photonen erzeugt. Anschließend haben sie die Quanteninformation auf eine Wolke von Rubidiumatomen übertragen und dort gespeichert. Sie waren außerdem in der Lage, die gespeicherten Quanteninformationen wieder abzurufen – und zwar in einer Form, die sich mit gängigen Glasfaserkabeln übertragen lässt. Mehr als fünf Jahre lang hatten die Physikerinnen und Physiker an diesem Versuch getüftelt, bis alles funktionierte. 

Quelle: Spektrum der Wissenschaft, Science Advances

Bild: Pete Linforth / Pixabay

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