KI erfordert eine digitale Ethik
"KI-Systeme sind eine große Chance für unsere Zukunft", sagt Justizministerin Katja Meier (Grüne), deren Ressort federführend für den Entwurf war. "Wir müssen dafür sorgen, dass die vom Freistaat Sachsen in seinen vielfältigen Bereichen genutzten Anwendungen die notwendigen Anforderungen an vertrauenswürdige KI erfüllen. Sie sollten nachvollziehbar machen, aus welcher Datengrundlage sie ihre Informationen beziehen, die Vielfalt einer Gesellschaft abbilden und Diskriminierung weder erlernen noch reproduzieren."
Deshalb beruft sie einen Beirat für Digitale Ethik, der die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz unter gesellschaftlichen Aspekten intensiv begleiten soll. Dabei soll er sich mit Fragestellungen zu den Regulierungsansätzen auf Ebene der EU befassen und Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und die Anwendung von KI abgeben. Zentrale Fragestellungen sind dabei, welche ethischen Grenzen für den Einsatz von automatisierten, auf Algorithmen basierenden Prognose und Entscheidungssystemen gelten und was diese für konkrete Projekte bedeuten. Aktuelle Entwicklungen sollen frühzeitig erkannt und der notwendige regulatorische Rahmen rechtzeitig gesetzt werden.