Gefährliche Einfallstore

Es gibt keine „starken“ Passwörter

Im Kommentar erklärt Chris Meidinger, Technical Director EMEA bei Beyond Identity, warum Passwörter für Cyberkriminelle keine ernstzunehmende Hürde mehr sind.

Chris Meidinger

Für Chris Meidinger liegt die Zukunft der Cybersicherheit in der passwortlosen Authentifizierung.

Erfolgreiche Cyberangriffe können oft komplex werden, in der Regel sind die Ursprünge jedoch simple Schwachstellen. Für Cyberkriminelle bilden Passwörter als schwächstes Glied in der Sicherheitskette längst das Lieblingswerkzeug. Der Verizon Data Breach Investigations Report und der Crowdstrike Global Threat Report belegen, dass Kriminelle nach wie vor bei mehr als 75 Prozent aller Angriffe kompromittierte Anmeldeinformationen für den Ersteinstieg nutzen.

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Tatsache ist, dass ein „starkes“ Passwort Wunschdenken ist. Komplexe Passwörter wären dann relevant, wenn der Angreifer versuchen müsste, sie zu entschlüsseln. Auf diese Weise werden Angriffe aber kaum verübt. Cyberkriminelle greifen Passwörter lieber gleich in lesbarer Form ab. Bedenkt man, wie mühsam es für Mitarbeiter ist, sich Passwörter zu merken und sie regelmäßig zu ändern, ist es erstaunlich, dass so viele Unternehmen versuchen, ihre Daten immer noch mit dieser Legitimation zu schützen. Mit der Einführung der passwortlosen, Phishing-resistenten Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) können Unternehmen es Angreifern deutlich erschweren, in ihre Netzwerke einzudringen.

Moderne MFA-Technologie, die Biometrie und Passkeys auf der Grundlage der Standards Fast Identity Online (FIDO)kombiniert, reduziert die mit Passwörtern verbundenen Risiken erheblich und macht es Kriminellen praktisch unmöglich, sich Zugang zu wertvollen Unternehmens-Assets und sensiblen Daten zu verschaffen.

Bildquelle: Beyond Identity

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