„Im Bereich ,Customer Relationship Management (CRM)' setzen Unternehmen oft Systeme ein, die nicht mit anderen eingesetzten Tools in Marketing, Vertrieb und Kundenservice interagieren“, sagt Gregor Hufenreuter.
Unter Mittelstand verstehe ich …
… das Rückgrat unserer Wirtschaft. Mittelständische Unternehmen haben einen Löwenanteil an der gesamten Wirtschaftsleistung. Daher gilt es, den Mittelstand zu bewahren und ihn bei der Digitalisierung bestmöglich zu unterstützen.
Der Mittelstand hebt sich von Großkonzernen dadurch ab, dass …
... er spezielle qualitative Besonderheiten wie eine spezifische Führungskultur, große Flexibilität und Innovationskraft aufweist. Mittelständische Unternehmen sind die Erfolgsträger der deutschen Wirtschaft. Viele Unternehmen sind Hidden Champions, die in Nischenbereichen Europa- oder sogar Weltmarktführer sind. 35 Prozent unserer Kundschaft im deutschsprachigen Raum zählen zum Mittelstand. Und wir dürfen nicht vergessen, dass mittelständische Betriebe nicht nur wichtige Arbeitgeber sind, sondern auch einen Großteil der Auszubildenden beschäftigen. Leider ist gerade der Mittelstand stark vom Fachkräftemangel betroffen. Umso wichtiger werden Digitalisierungsmaßnahmen, um Vertrieb, Marketing und Kunden-Support mit weniger Ressourcen erfolgreich zu meistern.
Um als IT-Spezialist im Mittelstand Erfolg zu haben, bedarf es ...
… des Aufbaus einer technologischen Infrastruktur, die weder ein Flickenteppich ist noch Silos fördert.
Was die IT anbelangt, ist der Mittelstand …
… noch nicht da, wo er sein sollte. Schaut man sich die von der Bundesnetzagentur erhobenen Zahlen zum Digitalisierungsgrad an, sieht man, dass durchschnittlich weniger als die Hälfte der Prozesse digitalisiert sind. In den Abteilungen Marketing und Vertrieb sind es nur 40 Prozent. Das spüren wir als Software-Anbieter in diesen Bereichen bei Gesprächen mit potenzieller Kundschaft jeden Tag. Es gibt sehr viel Luft nach oben.
Die durchschnittliche IT-Grundausstattung im Mittelstand besteht aus …
… einer Basisversorgung, die oftmals auf dem Microsoft-Ökosystem als Grundlage und einem konservativen Enterprise Resource Planning (ERP) besteht. Im Bereich „Customer Relationship Management (CRM)“ setzen Unternehmen oft Systeme ein, die nicht mit anderen eingesetzten Tools in Marketing, Vertrieb und Kundenservice interagieren. Die Systeme sind häufig veraltet und die Teams, die mit der Kundschaft arbeiten, haben keinen ganzheitlichen Überblick über Kundenvorgänge. So kocht jeder sein eigenes Süppchen und es bilden sich Wissenssilos, die natürlich jedweder Kundenzentrierung entgegenstehen und eine generelle Vernetzung der Abteilungen erschweren.
Charakteristisch für IT-Investitionsentscheidungen im Mittelstand ist …
… der Fokus auf Datenschutz, Kostenbewusstsein und Nutzenorientierung. Aufgrund begrenzter Budgets und Ressourcen müssen sich die Investitionen relativ schnell auszahlen. Effizienzsteigerungen oder Prozessautomatisierungen müssen einen Umsatzzuwachs nach sich ziehen. IT-Investitionsentscheidungen werden im Hinblick darauf getroffen, den eigenen Marktanteil gegenüber den nationalen und internationalen Mitbewerbern zu erhalten und auszubauen.
Die typischen IT-Probleme des Mittelstands sind …
… Datensicherheit, Datenqualität und die Steuerung von fragmentierter IT-Infrastruktur. Letztere fällt umso schwerer ins Gewicht, je größer das Unternehmen ist. Oftmals sind Systeme veraltet und im Worst Case nicht richtig aufgesetzt. Mit einer aufgeräumten technologischen Infrastruktur lässt sich nicht nur besser und erfolgreicher arbeiten, sondern mitunter auch Budget sparen und eine höhere Effizienz in der Zusammenarbeit zwischen den kundenorientierten Abteilungen erreichen.
Als Lösung für diese Probleme favorisiere ich …
… eine aufgeräumte technologische Infrastruktur, die skalierbar ist und nicht nur Probleme für das Jetzt und Heute löst, sondern auch für die Zukunft ausbaufähig ist.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Handlungsbedarf auf IT-Seite im Mittelstand sehe ich …
… in Sachen „Zukunftsorientierung“ und „Risikobereitschaft“, etwas Neues auszuprobieren. Das betrifft u.a. auch den Einsatz Künstlicher-Intelligenz-gestützter (KI) Software. Das schont Ressourcen und kann zu diesem Zeitpunkt einen Wettbewerbsvorteil darstellen.
Persönliche Daten
Name: Gregor Hufenreuter
Alter: 48 Jahre
Familienstand: verheiratet
Größtes Hobby: Reisen, Essen und Musik
Karriere
Ausbildung: M.A.-Studium der Kultur- und Geschichtswissenschaften sowie Publizistik an der Freien Universität Berlin
Beruflicher Werdegang: seit mehr als 20 Jahren für Sales und Sales Operations bei US-amerikanischen und deutschen Software-Anbietern tätig
Derzeitige Position: Country Manager DACH & CEE von Hubspot
Bildquelle: Hubspot