BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr: „In erster Linie hat die DSGVO zu Unsicherheit geführt – oft ist nicht klar, wie die neuen Bestimmungen angewendet werden müssen.”
Die Aufregung war bereits Monate im Vorraus zu spüren, das aktuelle Stimmungsbild ist bezüglich der seit dem 25. Mai geltenden Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) dementsprechend getrübt. Das bestätigt nun auch eine Umfrage des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Der hat einen Monat später bei seinen Mitgliedsunternehmen nachgehakt und ein ausgesprochen durchwachsenes Verhältnis zur EU-Verordnung vorgefunden. So gaben 43 Prozent der 278 befragten Experten an, die digitalen Aktivitäten in ihren Unternehmen eingeschränkt zu haben. Problematisch seien hier vor allem unklare Formulierungen und sich widersprechende Vorgaben, so BVDW-Vizepräsident Thomas Duhr (IP Deutschland).
Die oft beschworene Abmahnwelle scheint derweil noch auf sich warten zu lassen. Rund 5 Prozent der befragten Unternehmen hat es bisher erst im Zusammenhang mit der neuen Verordnung erwischt. Dennoch rechnen 28 Prozent fest damit, in Zukunft auch aufgrund von Verstößen zahlen zu müssen. Die Hälfte aller Befragten befürchtet zudem Umsatzeinbußen durch die EU-DSGVO. Die Umfrage wurde vom 26. Juni bis zum 2. Juli mit Teilnehmern aus verschiedenen Branchen durchgeführt, darunter etwa Vertreter aus Bereichen wie Medien, E-Commerce, Telekommunikation, Bildung oder Finanzenwesen. Die vollständige Studie ist an dieser Stelle zu finden.
Bildquelle: BVDW