Das Nobelclad-Werk Liebenscheid im Westerwald
Das Metallbearbeitungsunternehmen DMC besteht aus den beiden internationalen Geschäftseinheiten Dyna Energetics und Nobelclad, die in verschiedenen Branchen aktiv sind, die Märkte für Energie, industrielle Verarbeitung und Transport bedienen – und unterschiedliche ERP-Systeme einsetzen.
Ursprünglich sollte nur die Software zur Rechnungsautomatisierung ersetzt werden, die in den europäischen Niederlassungen zum Einsatz kam. Das gab jedoch den Anstoß für eine Überprüfung des Rechnungsprozesses in den US-Niederlassungen, bei der festgestellt wurde, dass über 20 manuelle Schritte erforderlich waren, um eine einzige Rechnung mit dem aktuellen System zu bearbeiten. Deshalb sollte die Automatisierung auf alle weltweiten Niederlassungen ausgeweitet und die Kreditorenbuchhaltung in einem zentralen Portal konsolidiert werden.
Jeff Fithian, Chief Information Officer bei DMC Global, wollte aber mehr als nur den einfachen Austausch der aktuellen Software. „Wir wollten unsere Prozesse modernisieren und einen Partner finden, der die Skalierung verbessern kann, um eine weitere Expansion unseres Unternehmens zu ermöglichen.“ Zur Bewältigung des geplanten Unternehmenswachstums suchte er eine Cloud-Plattform, die sich mit jedem der vorhandenen Systeme integrieren lässt. Fündig wurde er bei Esker. Mit über 35 Jahren Erfahrung in der ERP-Integration (in inzwischen mehr als 70 ERP-Systeme) war das Softwarehaus in der Lage, DMC Global trotz inkompatibler und teilweise veralteter Systeme eine echte Skalierbarkeit zu ermöglichen. „Wenn Unternehmen eine Akquisition tätigen, übernehmen sie das vorhandene System und haben kaum Zeit für eine Anpassung. Der CFO steht dann vor der Herausforderung, als einheitliches Unternehmen mit voller Transparenz zu agieren“, erklärt Emmanuel Olivier, Worldwide Chief Operating Officer bei Esker. Die Abschaffung von ERP-Systemen sei ein kostspieliger Prozess, aber über einen zentralen Automatisierungs-Hub könne man die Kreditorenbuchhaltung integrieren. Als internationaler Anbieter biete man darüber hinaus optische Zeichenerkennung (OCR), optische Markierungserkennung (OMR), Barcode-Erkennung und Handschrifterkennung (ICR) mehrsprachiger und mehrwährungsfähiger Ausprägung.
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Die globale Präsenz des Softwarehauses war ein entscheidender Faktor für Fithian, da es „so in der Lage ist, Daten in Europa zu hosten. Das bieten nur wenige Unternehmen an.” Die erste Implementierung zeigte, dass über 75 Prozent weniger manuelle Schritte in der Rechnungsbearbeitung der US-Niederlassung notwendig sind. Das verkürzte den Zahlungsverzug, erhöhte die Produktivität und stärkte die Beziehungen im gesamten Ökosystem von DMC Global zwischen Unternehmen, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern. Daher will Fithian die Software nun weiter in Europa und den USA implementieren.
Gründung: 1971, Tochter der diversifizierten US-Holding DMC Global
Sitz: Liebenscheid
Mitarbeiter: Rund 70
Bildquelle: Nobelclad Europe