Durch eine konsequente Digitalisierungsstrategie profitiert die Felderer AG bereits heute von den Möglichkeiten, neue und zeitgemäße Arbeitsmodelle zu verwirklichen.
Die Felderer AG setzte in ihrer 41-jährigen Firmengeschichte schon immer auf Technologie als Wettbewerbsvorteil. Gerade Kommunikation spielte beim Großhändler und Hersteller von lufttechnischen Komponenten von Beginn an eine wichtige Rolle: 1979 führte das Unternehmen den zeitgleich gestarteten Fax-Dienst der Bundespost als Standard für die Geschäftskorrespondenz ein. Mit diesem und anderen strategischen Entscheidungen konnten die Oberbayern die Lieferzeiten maßgeblich verkürzen, während die frühe Investition in ein ERP-System den Grundstein für die Digitalisierung legte. Der Start der Plattform Felderer24.de stellte die Weichen in Richtung E-Commerce.
Weil Technologie beim Mittelständler immer schon als Wettbewerbsvorteil und Wachstumsmotor verstanden wurde, war der Schritt in die Cloud für Shany Weber, den IT-Leiter der Felderer AG, nur konsequent: „Durch die Zusammenlegung der IT mehrerer Firmen, die wir Ende 2014 zur AG fusionierten, waren wir konfrontiert mit der Unterperformance der nun viel zu unflexiblen On-Prem-Lösung, einer schlechten Systemerreichbarkeit und einem holprigen bzw. unmöglichen Remote-Zugriff.“ Dann habe man die IF-Tech AG kennengelernt und sei gemeinsam mit ihr auf die erfolgreiche Suche nach einer performanten, aber nicht teuren Alternative gegangen.
In einem ersten Schritt wurden in einem Proof-of-Concept fünf Server, auf denen unter anderem eine Unified-Communication -Lösung (UC ) lief, nach Azure gespiegelt und mit der restlichen Infrastruktur verbunden. Die zweimonatige Testphase verlief sehr positiv, sodass am Ende die Entscheidung zur Migration des Rechenzentrums durch den IT-Dienstleister fiel. Bei der sukzessiven Migration wurden neben Active Directory, ERP und CRM auch alle sonstigen Business-Applikationen wie Finanz- und Logistik-Software migriert. Auch On-Premises betriebene Legacy-Anwendungen wie etwa die Zeiterfassung über digitale Stempeluhren und die Barcodescanner aus der Lagerlogistik liefern ihre Daten jetzt per VPN an die in Azure gehosteten Datenbanken.
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Das Thema „Digital Workplace“ besitzt bei Felderer bereits länger hohe strategische Priorität. Damit Mitarbeitende und Führungskräfte wirklich von den Vorteilen des neuen Arbeitens profitieren, bedurfte es neben der organisatorischen Transformation auch sicherer Remote-Arbeitsplätze. Dazu wurde in Azure eine Windows-Virtual-Desktop-Lösung eingerichtet, die insgesamt 250 Arbeitsplätze bereitstellt. Gleichzeitig wurden die bisher im Einsatz befindlichen Kollaborations- und Kommunikationslösungen durch Microsoft Teams im Zusammenspiel mit der Microsoft 365 Produktivitätssuite ersetzt. „Teams hat uns – gerade in der Pandemie 2020 – einen merklichen Wettbewerbsvorteil verschafft, da die zuvor sehr persönliche Ebene unseres Vertriebs nahtlos im virtuellen Bereich fortgeführt werden konnte, was unseren Vertrieb letztendlich noch effizienter machte“, schildert Weber begeistert.
Dank der integrierten Sicherheitsfeatures von Microsoft Azure wurde der Schutzstatus beim Lüftungstechnikspezialisten enorm erhöht. Neben der unkomplizierten Umsetzung der DSGVO beispielsweise durch automatisierbare Löschkonzepte, gewährleisten die standardmäßige Verschlüsselung der Systeme und das Identitäts- und Zugriffsmanagement mit Conditional Access auf Basis des Zero-Trust-Gedankens eine zeitgemäße IT-Sicherheit. Durch die Nutzung von Multi-Faktor-Authentifizierungs-Lösungen konnte eine weitere Sicherheitsebene eingezogen werden. Infrastrukturell wurde die Umgebung zusätzlich durch eine Mikrosegmentierung der Zugriffsrechte von Maschinen untereinander geschützt. Abschließend wurde eine sogenannte Demilitarized Zone (DMZ) eingerichtet, also ein Bereich zwischen zwei Firewalls, sodass man einerseits gegen die Außenwelt und andererseits die kritischen Systeme nach innen abschirmt ist.
Durch seine konsequente Digitalisierungsstrategie profitiert das Unternehmen bereits heute von den Möglichkeiten, neue und zeitgemäße Arbeitsmodelle zu verwirklichen. In Microsoft Teams soll in Zukunft zudem die gesamte Kommunikation zusammengeführt werden – von der Kollaboration der internen Teams untereinander über den Kunden-Support bis hin zur Anbindung des CRM-Systems. „Die Migration hat uns Lust auf mehr gemacht. Die maßgebliche IT-Betreuung lagern wir weiterhin an unseren IT-Partner aus und sparen uns so eine große hausinterne IT-Abteilung“, verrät IT-Leiter Weber mit Blick auf die Zukunft. Das halte dem Unternehmen den Rücken frei, sich auf das Kerngeschäft und die Weiterentwicklung strategischer Visionen konzentrieren zu können.
Branche: Lüftungstechnik
Gründung: 1979
Hauptsitz: Feldkirchen
Mitarbeiter: 200
Bildquelle: Felderer AG