Wichtig in der Ära Hybrid sind flexible und alltagstaugliche Tools, zugleich darf der Tool-Dschungel nicht zu dicht werden.
Arbeitnehmer wollen Flexibilität. Sie wollen ihren Arbeitsort selbst wählen. Laut einer weltweiten Studie des ifo-Instituts wären 26 Prozent der Arbeitnehmer bereit, zu kündigen, wenn ihr Arbeitgeber statt Remote oder Hybrid wieder auf vollständige Präsenzarbeit bestehen würde. Führungskräfte müssen deshalb empathischer sein. Hybrid- und Remote-Strategien sollten keinen Einheitsplan fahren, sondern flexibel auf die Individualität von Mitarbeitern angepasst sein.
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Gleichzeitig braucht Remote-Arbeit eine eigene technologische Grundlage. Kollaborationssoftware und vergleichbare Tools wie z.B. von Miro sind in nahezu allen hybriden Meetings Standard. Sozialer Austausch, Projektmanagement, Unternehmenskultur, letztlich der gesamte Arbeitsalltag lebt von kollaborativer Interaktion. Die digitalen Arbeitsplattformen stellen wichtige Berührungspunkte zwischen den Remote- und Office-Kollegen dar. Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit der Plattformen haben erheblichen Einfluss auf die Mitarbeiterproduktivität und -bindung.
Die IT-Abteilung ist heute nicht nur Zulieferer, sondern aktiver Partner bei der Optimierung von Remote-Arbeit. In Zusammenarbeit mit HR und Geschäftsführung muss sie sicherstellen, dass die verwendeten Tools ideal mit der Art und Weise harmonieren, wie und in welchem Modell die Belegschaft arbeiten möchte. Viele IT-Spezialisten betreten damit Neuland. Üblicherweise bewerten sie Software primär nach Kriterien wie Funktionalität und Sicherheit. In der Ära Hybrid sollten sie beim Aufbau des Tech-Stacks aber zwei weitere Faktoren einbeziehen: Erstens sollten alle verwendeten Tools inklusiv sein. Remote-Mitarbeiter dürfen sich nicht benachteiligt oder im Alltag isoliert fühlen. Wichtig ist ein schneller, globaler Zugriff auf alle benötigten Dokumente und Dateien, ein verzögerungsfreier Austausch und die Verfügbarkeit benötigter Dateien in Echtzeit, um sowohl synchrones als auch asynchrones Bearbeiten von Projekten zu ermöglichen. Zweitens darf der Tool-Dschungel nicht zu dicht werden. Untersuchungen zeigen, dass ein durchschnittlicher Mitarbeiter über neun verschiedene Anwendungen pro Tag nutzt. Ist der digitale Arbeitsbereich zu aufgebläht, sind wichtige Informationen schwerer zu finden.
Nur wenn der IT der Kunstgriff gelingt, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit herzustellen, sind hybride und Remote-Arbeitsmodelle wirklich erfolgreich. Sonst entsteht durch einen Wildwuchs unautorisierter Software und Tools eine Schatten-IT, die zahlreiche Sicherheits- und Compliance-Risiken mit sich bringt. Spätestens an dieser Stelle schließt sich dann auch wieder der Kreis zur ursprünglichen Kernaufgabe der IT: Das geistige Eigentum des Unternehmens, die Privatsphäre der Mitarbeiter sowie, je nach Unternehmen, für das Tagesgeschäft notwendige personenbezogene Daten zu schützen.
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