„Sogenannte Verzögerungsschäden liegen laut interner Schadenstatistik auf Platz 1 der IT-Schadenfälle“, informiert Marc Thamm.
IT-Dienstleister bilden das Fundament der stetig fortschreitenden Digitalisierung, indem sie schaffen, was in einer immer vernetzteren Lebens- und Arbeitswelt nötig ist: digitale Infrastruktur. Mit den wachsenden Anforderungen gehen selbstredend auch steigende Risiken einher. Vor allem technische Komplikationen bereiten IT-Unternehmen laut der aktuellen Hiscox IT-Umfrage zunehmend Probleme. Von Datenverlust, über Programmierfehler, zu defekter Hardware sind die Risiken divers und unberechenbar. Zu den internen Fehlerquellen kommen externe Gefahren wie Hackerangriffe hinzu. Welche Risiken langfristig großen Schaden anrichten und warum es sich für Unternehmen lohnt, sich zu schützen, wird im Folgendem näher beleuchtet.
Aktuelle Daten zeigen, dass z.B. viele IT-Dienstleister ein erstaunlich schwaches Bewusstsein für vorhandene Risiken besitzen. Zwar werden eigener Datenverlust, IT-Versagen und Ausfall der IT-Infrastruktur als besonders kritisch wahrgenommen. Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Sogenannte Verzögerungsschäden liegen laut interner Schadenstatistik auf Platz 1 der IT-Schadenfälle.
Der Cyber Readiness Report macht deutlich, dass Cyberattacken für deutsche Unternehmen das höchste externe Risiko darstellen. Deshalb gilt es, eventuelle Einfallstore stetig auf Sicherheitslücken zu überprüfen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Doch auch ein Fehler des eigenen Unternehmens kann zum verhängnisvollen Risiko werden, wenn beispielsweise bei einem Kunden ein nötiger Patch nicht durchgeführt wird. Deshalb ist es wichtig, mit der Kundschaft, Zulieferern oder Subunternehmen Zuständigkeiten und Haftungsansprüche zu klären, um als Projektverantwortlicher nicht Verantwortung für die Fehler anderer zu tragen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Fehler passieren und sind selbst bei größter Vorsicht nicht vermeidbar. Manchmal versagt die Technik, manchmal der Mensch – im schlimmsten Falle beide und die Schäden verursachen enorme Kosten. So wundert es sehr, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen noch immer ohne IT-Versicherung agieren. Dabei bieten viele Versicherer mittlerweile ein effektives Kombipaket gegen digitale Risiken etwa für IT-Dienstleister an.
Bildquelle: Hiscox