Kein Hexenwerk

Grüne Druckstrategien

Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden erwarten von Unternehmen zunehmend ein größeres Umweltbewusstsein. Eine grüne Druckstrategie ist ein guter Anfang, mehr für die Nachhaltigkeit zu tun – und in nur fünf Schritten auf den Weg gebracht.

Scanner und Dokumente

„Eine grüne Druckstrategie umzusetzen, ist wirklich kein Hexenwerk“, verspricht Karin Daher.

„Bis zu 50 Prozent des Papierverbrauchs in Büros sind nicht geschäftskritisch und damit vermeidbar – von den dafür benötigten Tintenpatronen und Tonern für die unnötigen Drucke ganz zu schweigen“, weiß Karin Daher, General-Manager beim Workplace-Service-Anbieter Apogee Deutschland. In nur fünf Schritten soll sich eine grüne Druckstrategie auf den Weg bringen lassen:

Druckinventur durchführen: Der erste Schritt auf dem Weg zur grünen Druckstrategie ist, sich ein genaues Bild über die aktuelle Druck- und Dokumentenumgebung zu verschaffen. Die Übersicht hilft dabei, das nötige Druckvolumen, die Nutzung der Geräte und optimale Standorte für die Maschinen zu bestimmen. Zur Inventur gehört aber auch eine detaillierte Analyse aller bestehenden Arbeitsabläufe und Prozesse. Dafür ist eine Fernüberwachungs-Software nötig, die auf allen Geräten installiert wird und die Druckumgebung in Echtzeit überwacht.

Neue Druckrichtlinien einführen: Auf die Inventur folgen die Festlegung und konsequente Verfolgung neuer Richtlinien. In Unternehmen kommt es häufig zum Druck unnützer oder unerwünschter Dokumente. Diese Verschwendung lässt sich etwa mit der Einführung einer Passwortpflicht zum Druck reduzieren, da auf diese Weise nur berechtigte Mitarbeiter die Geräte verwenden können. Die Hürde sorgt zudem dafür, dass sie Drucke weniger leichtfertig in Auftrag geben. Regelbasierte Druckrichtlinien können den Toner- und Papierverbrauch ebenfalls reduzieren, indem sie beispielsweise alle Anwendungen standardmäßig auf Schwarz-Weiß- und doppelseitiges Drucken festlegen.

Digitale Lösungen nutzen: Das umweltfreundlichste Dokument ist natürlich das, das gar nicht erst in den Druck geht. Mittlerweile gibt es sehr viele Tools, um kollaborativ und remote an Dokumenten zu arbeiten. Eine grüne Druckstrategie bedeutet daher immer, lieber auf digitale Lösungen zu setzen und die Digitalisierung des Unternehmens voranzutreiben.

Umweltfreundliche Toner und Tintenpatronen verwenden: Eine vollständige digitale Dokumentenverwaltung ist jedoch nicht immer möglich: In manchen Situationen lässt sich ein Druck nicht vermeiden. Es gibt allerdings auch dann Möglichkeiten, die Umwelt weniger zu belasten: Viele Hersteller von Tonern und Tintenpatronen bieten nachhaltige und recycelte Produkte sowie Rücknahmeservices für das Verbrauchsmaterial an.

Neue Geräte anschaffen: Der kostenintensivste, aber auch einfachste Weg, die Umwelt zu schonen, ist die Anschaffung neuer Geräte. Viele Unternehmen haben Drucker, Kopierer und zum Teil sogar noch Faxgeräte als Einzelgeräte im Einsatz – die meisten davon mit furchtbarer Energieeffizienzklasse. Moderne Multifunktionsgeräte mit niedrigem Stromverbrauch sind eine umweltschonendere Alternative. Aktuelle Geräte sind oft sparsamer, was Tinten- und Tonerverbrauch angeht, und amortisieren sich relativ schnell.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Eine grüne Druckstrategie umzusetzen, ist wirklich kein Hexenwerk“, verspricht Karin Daher. „Sie sorgt für eine deutlich niedrigere Belastung der Umwelt und hilft Unternehmen bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele.“

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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