Schmitz-Werke bauen Speichersysteme aus

Gut gewebt dank neuem Netz

Die Schmitz-Werke, ein mittelständisches Familienunternehmen aus der Textilbranche, setzen beim Ausbau der Speichersysteme auf Produkte von Alcatel-Lucent Enterprise.

Unter der Bezeichnung Drapilux bietet Schmitz-Werke ein vielfältiges Angebot an Dekostoffen und Gardinen für Objekte wie Hotels oder Kliniken, Pflegeheime oder Schulen.

Die IT spielt bei den Schmitz-Werken eine wichtige Rolle. Nach umfangreichen Innovationen im Jahr 2006 stand 2011 erneut ein größeres IT-Projekt ins Haus: Der Umstieg auf ein neues ERP-System erforderte zunächst den Ausbau der Speichersysteme. Im nächsten Schritt wurde dadurch auch ein Ausbau des IT-Netzwerks notwendig.

In den Kern des IT-Netzwerks der Schmitz-Werke setzte der IT-Dienstleister OSMO zwei „Omni Switch 10K“ ein, da die zuvor eingesetzten Switche sich nicht auf 10-GbE aufrüsten ließen. Aufgrund der immensen Datenmengen, die durch das neue ERP-System und der ebenfalls ausgebauten 3D CAD-Anwendungen zwischen Speicher- und IT-Netz zu transportieren waren, ist 10-GbE unverzichtbar.

Die neuen Switche stellen innerhalb eines Chassis 256 10-GbE-Ports mit einer Übertragungsrate von 5,12 Terra-Bit pro Sekunde bereit und bilden die Basis für das Application Fluent Network. Mit diesem ist die Infrastruktur automatisch in der Lage zu erkennen, welche Art Anwendung gerade transportiert wird. „Durch diese Applikationssensitivität sollen die Schmitz-Werke nun von einem Netz profitieren, das sich dynamisch an Benutzer, Anwendungen, Endgeräte und Standorte anpasst und so bessere Serviceleistungen, optimierte Betriebsabläufe und niedrigere IT-Management-Kosten ermöglicht“, berichtet Dipl.- Physiker Klaus Wirl, bei OSMO für die Betreuung der Netzwerke bei den Schmitz-Werken verantwortlich.

Ausfallsicherheit hat bei den Schmitz-Werken höchste Priorität. Aus diesem Grund betreibt das Unternehmen zwei getrennte Rechenzentren in zwei verschiedenen Gebäuden, die wechselseitig die Aufgaben des jeweils anderen übernehmen können. Je ein 10K-Switch bildet die zentrale Steuerung des Netzwerks in den Rechenzentren. In den beiden unabhängigen Rechenzentren sind die Core-Switche über 4x10 GBit/s-Module miteinander verbunden. Zur Infrastruktur des IT-Netzwerks gehören außerdem rund 60 24-, beziehungsweise 48-Port-Switche, die sich in Verteilschränken befinden. Das Marketing ist über OS6850E Switche mit 10GBit/s angebunden, alle Access-Switche sind vom Typ OS6400 mit 2x1GBit/s und Dual Home Link (DHL) an die Core-Switche angebunden.

Unterstützung bei speziellen Problemen


Im Dienste der Sicherheit ist das LAN der Schmitz-Werke in mehrere virtuelle Netzwerke (VLANs) segmentiert, deren Datenverkehr voneinander isoliert ist. In jedem logischen Subnetz sind somit nur die jeweils relevanten Nutzerdaten enthalten. Zu den insgesamt 1.200 derzeit am Netzwerk angeschlossenen Endgeräten gehören auch etwa 100 Maschinen — so zum Beispiel intelligente Web-Stühle und Sägen. Das Einbinden der Web-Stühle führte auch zum bislang einzig nennenswerten Problem im IT-Netz, zu sogenannten Loops (Schleifen). „Wir haben diesen Fall berichtet“, erinnert sich Jochen Plugge, Leiter der Informationstechnologie bei den Schmitz-Werken, „und schon kurze Zeit später erfolgte eine Anpassung der Switche, die das lästige Phänomen beseitigte“.

Der Ausbau des zentralen Speicher-Pools zu einem Fabric Metro Cluster brachte Neuerungen mit sich, die auch in der IT-Landschaft mit ihren extrem heterogenen Endgeräten und gewachsenen Ansprüchen an Performance und Kapazitäten bei hohem Virtualisierungsgrad (etwa 55 virtuelle Server und 100 virtualisierte Desktops) umgesetzt werden mussten.

Seit einiger Zeit kommen zu den stationären Netzwerk-Clients noch rund 200 mobile Endgeräte hinzu, die sich vor Ort über WLAN mit dem Netzwerk verbinden. Diese von Vertriebsmitarbeitern genutzten iPhones und iPADs werden vom Unternehmen gestellt und von der zentralen IT verwaltet. Zum Teil erlaubt eine spezielle Virtualisierungs-Software auch eine private Gerätenutzung, allerdings strikt getrennt von der Verwendung als Betriebsgerät.

Konvergentes Sprach-/Datennetz

Die neue IT-Netzwerkinfrastruktur mit AFN-Unterstützung spielt ihre Stärken nicht zuletzt in Verbindung mit Echtzeit-Applikationen wie Sprache und Video aus. Bei den Schmitz-Werken läuft neben dem Daten- auch der Sprachverkehr über das IT-Netz. Die als Server im Netzwerk realisierte OmniPCX-TK-Anlage bedient dabei nicht nur die Firmenzentrale in Emsdetten, sondern über WAN-Verbindungen auch acht weitere deutsche Niederlassungen, heißt es

www.schmitz-werke.com
www.alcatel-lucent.de

Bildquelle: © Ruth Rudolph/pixelio.de

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