Security Operations Center

Hacker haben häufig leichtes Spiel

Die aktuelle Cybersicherheitslage ist turbulent: Ransomware as a Service im Aufwind, zunehmende Kompromittierungen von Geschäfts-E-Mails und ungepatchte Schwachstellen bedeuten ein enormes Risiko für Unternehmen jeder Größe und Branche.

Hände auf Tastatur

Aufgrund bekannter, aber ungepatchter Schwachstellen haben Cyberkriminelle häufig leichtes Spiel.

Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stehen angesichts knapper Budgets und des IT-Fachkräftemangels vor Herausforderungen. Laut Digitalverband Bitkom fehlen in Deutschland rund 137.000 IT-Experten. Das verschärft die Fachkräftesituation für den Mittelstand, der im Wettlauf um qualifizierte Mitarbeiter hinter großen Unternehmen und Konzernen nicht selten das Nachsehen hat. Stattdessen sind deren IT-Teams vor allem mit Generalisten besetzt, die fachlich zwar breit aufgestellt sind, denen jedoch die nötige Kompetenz bei Cybersicherheitsfragen fehlt.

Das ist riskant, denn angesichts der aktuellen Bedrohungslage wird diese Expertise dringend gebraucht: So stellte das BSI in seinem Lagebericht zur IT-Sicherheit 2022 fest, dass sich die Cybersicherheitssituation angesichts geopolitischer und ökonomischer Unsicherheit weiter verschärft. Und obwohl die Fälle von Ransomware-Attacken insgesamt leicht zurückgegangen sind, haben Cyberkriminelle schon das nächste Cyber-Cash-Modell entwickelt. So ergaben die Auswertungen des Arctic Wolf Labs Threat Report 2023 einen deutlichen Anstieg der Fälle von Business-E-Mail-Compromise, durch die sich Cyberkriminelle finanziell bereichern. Generell haben Hacker häufig leichtes Spiel, denn noch immer gehen 45 Prozent der Sicherheitsvorfälle auf bekannte, aber ungepatchte Schwachstellen wie Log4Shell zurück. Vielfach fehlt schlicht die Zeit zur Behebung. Dass es eine umfassende Sicherheitsstrategie und entsprechende Security-Maßnahmen braucht, daran zweifelt heute niemand mehr. Doch wie ist das auch für den Mittelstand umsetzbar?

Sicherheit im Abomodell

Security Operations Center (SOC) bilden die Zentrale für alle Sicherheitsmaßnahmen eines Unternehmens und sind damit das Herzstück moderner IT-Sicherheit. Der Unterhalt eines eigenen SOC ist jedoch teuer und nur für große Konzerne rentabel. Eine Alternative ist ein Security-Operations- Center-as-a-Service-Modell (SOCaaS), bei dem ein Sicherheitspartner alle Security-Maßnahmen übernimmt. Die Budgets sind hier transparent und flexibel, die Implementierung erfolgt schnell. Die Services reichen von der Bestandsaufnahme der Sicherheits-Assets, einem 24/7-Threat-Monitoring, über Detection und Response, Managed Risk und die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle bis hin zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheitslage des Unternehmens.

Im besten Fall bildet der externe Security-Partner die „verlängerte Werkbank“ der IT-Abteilung und verfügt dabei über fundiertes Sicherheitswissen und aktuelle Bedrohungsdaten. So können Anpassungen an neueste Cyberrisiken reaktionsschnell gemeinsam vorgenommen werden. Ein direkter Ansprechpartner steht dabei jederzeit für Rückfragen und zur Beratung zur Verfügung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 4/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Um festzustellen, ob SOCaaS für ein Unternehmen infrage kommt, bedarf es einer genauen Evaluation der Umsetzbarkeit und Kosten für eine Inhouse-Sicherheitslösung inklusive ausreichend qualifizierten Personals, im Vergleich zu einem externen Security-Provider. Ganz egal, für welche Option ein Unternehmen sich entscheidet, ist am Ende vor allem eines wichtig: dass die Sicherheit langfristig verbessert und Cyberrisiken minimiert werden.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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