Ralf Siefen sieht Handlungsbedarf bei der häufig unklaren Definition und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen und Verfügbarkeitsstrategien.
… das Fundament unserer Wirtschaft. Betrachtet man die Historie unseres Landes, dann waren mittelständische Unternehmen schon immer der Motor der deutschen Wirtschaft und Lieferant unzähliger innovativer Produkte und Dienstleistungen. Doch jetzt gilt es, im Zuge der Globalisierung nicht den Anschluss zu verlieren.
… er schnell reagieren und agieren kann. Die Entscheidungswege sind deutlich kürzer und der Mut zur Entscheidung oftmals höher. Auf der anderen Seite müssen natürlich Investitionen sorgfältiger durchdacht und geplant werden. Die tägliche Kommunikation mit den Mitarbeitern an der Basis schärft dabei den Blick für den Markt, rückt aber auch immer wieder die Verantwortung in den Fokus des Handelns. Ich finde das wichtig und wertvoll.
… eines großen Verständnisses dafür, wie der Mittelstand „tickt und wohin sich die Weltwirtschaft bewegt“. Große Anbieter mit Konzernhintergrund verstehen meiner Erfahrung nach meist nicht die Herausforderungen, Hemmschwellen oder Entscheidungswege eines mittelständischen Unternehmens. Das Produkt oder die Dienstleistung muss sowohl ins Budget, aber vor allem auch zu derzeitigen als auch künftigen Unternehmensprozessen passen. Flexibilität, Effizienz und Service sind wesentliche Eckpfeiler eines guten Dienstleisters. Wir müssen für unsere Kunden ein professioneller Partner auf Augenhöhe sein.
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… auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Das Bewusstsein hinsichtlich der Abhängigkeit von permanent verfügbaren IT-Infrastrukturlösungen wächst. Gleichzeitig bringen neue Technologien und Trends die Unternehmen häufig an die Grenze vorhandener Personalressourcen. Dieser Tage muss ein IT-Verantwortlicher nicht nur die Verfügbarkeit seiner Infrastruktur gewährleisten, sondern zeitgleich mehrere Projekte im Bereich Sicherheit, Virtualisierung, Digitalisierung etc. managen.
… einem bis fünf IT-Racks, die meist neben Servern mit Unternehmensdaten und Software auch die Telefonie und Gebäudetechnik beheimaten. Die Daten, das Herz eines jeden Unternehmens, wollen auch heute noch die meisten Mittelständler im eigenen IT-Bereich innerhalb des Unternehmens wissen. Die Cloud hat durchaus ihre Berechtigung, aber nur für einen kleinen Teil der Applikationen und Daten.
… sie so vielfältig sind wie die Mittelstandsunternehmen selbst. Häufig ist es für IT-Verantwortliche schwierig, bei der Vielzahl an Projekten, z.B. der Automatisierung und Digitalisierung ein Budget für Optimierungen im Bereich der IT-Sicherheit zu bekommen. Aussagen wie „Die Systeme laufen doch“ oder „Es ist noch nie etwas passiert“ sind gefährlich und können schnell die Existenz eines Mittelständlers bedrohen.
… IT-Infrastrukturlösungen, die häufig nicht den Anforderungen der aktuellen IT-Technologien hinsichtlich Kühlung, Stromversorgung und Sicherheit entsprechen. Auch gesetzliche Vorgaben und Richtlinien aus Branchenverbänden und Normen bleiben oftmals unberücksichtigt. Doch beispielsweise gerade im Bereich der Energieeffizienz schlummert großes Potential zur Kostenreduzierung.
… IT-Sicherheitsstrategien, die individuell an die Bedürfnisse des Mittelständlers angepasst sind. Meine Empfehlung ist klar: Agieren statt reagieren. Sicherheits- und Verfügbarkeitskonzepte können meist schnell und unkompliziert implementiert werden. Daraus resultieren geringere Betriebskosten, die wiederum Freiraum für Investitionen schaffen.
… derzeit bei häufig unklarer Definition und Umsetzung von Digitalisierungsprozessen und Verfügbarkeitsstrategien. Viele Rechenzentren sind in die Jahre gekommen und arbeiten nicht energie- und kosteneffizient. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Wir hinken in Deutschland leider bereits heute dem internationalen Standard hinterher. Das muss sich ändern. Ich stehe selbst immer wieder vor solchen Entscheidungen. Die Ausrichtung eines Unternehmens für die Zukunft erfordert eine langfristige Strategie, einen fundierten Plan und den Mut zur Investition.
Persönliches
- Name: Ralf Siefen
- Alter: 47 Jahre
- Familienstand: verheiratet,
- zwei Kinder
- Hobby: Tennis
Karriere
- Ausbildung: Maschinenbaustudium
- Beruflicher Werdegang: Leiter Projektgeschäft, Lampertz GmbH, 2005 Gründung der ProRZ Rechen-zentrumsbau GmbH
- Derzeitige Position:Gründer, Gesellschafter und COO der DC-Datacenter-Group
Bildquelle: DC-Datacenter-Group