Concorde Reisemobile setzt auf Stratus

Hochverfügbarkeit für die Produktionsprozesse

Reisemobile aus Leidenschaft – unter diesem Motto stellt das fränkische Unternehmen Concorde Reisemobile seine rollenden Wohnsalons her. Um die IT-Landschaft an das ständige Unternehmenswachstum anzupassen und eine hohe Verfügbarkeit für den Produktionsprozess zu gewährleisten, entschied sich das Unternehmen für die Softwarelösung Stratus Avance.

In Schlüsselfeld, auf der Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg, fertigt Concorde seine Wohnmobile in aufwendiger Handarbeit. Die Reisemobile sind so beliebt, dass die Umsatzkurve des Unternehmens steil nach oben zeigt. Immerhin konnte Concorde Reisemobile Anfang 2011 sein Vorjahresergebnis um 30 Prozent steigern – eine Entwicklung, die auch Herausforderungen an die IT mit sich bringt.

Das mittelständische Unternehmen nahm dieses Wachstum zum Anlass, die gesamte IT komplett zu überarbeiten. Zunächst ging es an die Neudefinition des IT-Betriebs. Einen wichtigen Aspekt nahm das Risikomanagement ein, da auf hauseigenen Rechnern rund 400.000 CAD-Zeichnungen gespeichert sind. Da IT-Leiter Roland Eichkorn im Rahmen weitreichender Investitionen ohnehin in neue Server investieren wollte und die Produktion auch von der Verfügbarkeit der IT abhängt, kam nur eine ausfallsichere Lösung in Betracht. Auf dieser Lösung sollte neben den Konstruktionszeichnungen auch die Datev-Anwendung ihren Platz finden. Im Neukonzept waren außerdem ein logischer Exchange-, ein Datenbank- und ein Ausfallserver vorgesehen. Außerdem war die Neuanschaffung eines ERP-Systems geplant.

Vorhandenes prüfen, Neues evaluieren

Auf einem Forum seines externen IT-Beratungsunternehmens SIT-Solutions kam Eichkorn das erste Mal mit Stratus Avance in Berührung. Dabei handelt es sich um eine Virtualisierungssoftware, die zwei physikalische Server miteinander verbindet und kontinuierlich synchron hält. Fällt einer der physikalischen Server aus, übernimmt der andere den Betrieb automatisch und unterbrechungsfrei. Nach Behebung der Störung synchronisiert die Software den mittlerweile wiederhergestellten Server, damit beide Server über denselben Datenstand verfügen. Die Software-Lösung arbeitet herstellerunabhängig mit handelsüblichen x86-Servern. Überdies sei keine Administration nötig, da sich das System autonom verwaltet.

Die SIT-Solutions schlug Concorde aufgrund technischer Spezifikationen, der hohen Ausfallsicherheit sowie aus budgetären Gründen die Nutzung zweier x86-Server mit der Hochverfügbarkeitslösung vor. Die Kosten der gesamten Lösung mit den zwei eingesetzten Tarox-Rack-Servern, Avance, dem einjährigen Avance-Support und dem Acronis Backup & Recovery 10 Advanced Virtual Edition belaufen sich auf etwa 20.000 Euro.

Mittlerweile konnte Concorde erste Erfahrungen mit der Virtualisierungslösung sammeln und die Erwartungen wurden erfüllt. Bei der Simulation eines Hardware-Defekts arbeitete die neue Lösung ohne Unterbrechung weiter. Sofort übernahm das Backup­System die Aufgaben des Primärsystems. Nach Austausch des defekten Moduls synchronisierte die Hochverfügbarkeits-Software die neue Platte automatisch mit der bereits bestehenden. Der laufende Betrieb war zu keiner Zeit eingeschränkt.

Die Einführung verlief fast unbemerkt

Die Einführung der neuen Server einschließlich der Hochverfügbarkeitslösung ging reibungslos und für die Mitarbeiter von Concorde fast unbemerkt vonstatten. Der gesamte Implementierungsprozess der neuen Struktur dauerte etwa zwei Stunden. „Der Grund für die schnelle Umsetzung lag vor allem an dem Ansatz der Vorkonfektionierung des Anbieters, bei dem die eigene Umgebung lediglich in eine fertige virtuelle Server-Struktur migriert wird“, erklärt ­Eichkorn, „das bringt Zeit- und somit Arbeitser­sparnis.“

Das System besteht aus zwei physikalischen Servern. Auf einer virtuellen Instanz läuft derzeit Microsoft Exchange. Eine weitere virtuelle Instanz dient als Ersatz für die alten Domaincontroller und Datenbank-Server, da der Wartungsvertrag des dafür zuletzt genutzten Servers abgelaufen ist. Deswegen fügte Roland Eichkorn diesen Server ebenfalls einer virtuellen Instanz zu, was zusätzlich zur Vermeidung von Kosten und damit zur Amortisierung des neuen Systems beiträgt. Insgesamt sind von den sechs möglichen virtuellen Instanzen vier in Betrieb.

Da Hochverfügbarkeits-Software für einen automatisierten Übergang im Fall eines Ausfalls sorgt, entfallen hier die Aufwendungen für Arbeitsleistung, beispielsweise für die Datenwiederherstellung. Deswegen geht Eichkorn davon aus, dass sich das System in weniger als einem Jahr amortisieren wird. 

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